Meine liebsten Parfums für den Winter

Bei mir vergeht kein Tag, an dem ich nicht ein Parfum ausgeführt habe. Je nach Stimmung wähle ich morgens einen Duft, der mich durch den ganzen Tag begleitet. Dabei unterscheiden sich meine Duftvorlieben im Sommer gravierend von denen im Winter – stehen in der warmen Jahreszeit aquatische-frische Parfums im Vordergrund, greife ich bei kühlen Temperaturen eher zu vanillig-süßen Düften. Heute möchte ich euch passend zum grauen November-Wetter meine liebsten Parfums für den Winter zeigen! Viel Freude mit meinen Empfehlungen.

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Kenzo – Flower by Kenzo l’Elixir

Kopfnote – Mandarine, Himbeere
Herznote – Orangenblüten-Absolue, bulgarische Rose
Basisnote – Praline, Bourbon-Vanille

Sicher kennt ihr das klassische Flower by Kenzo, das es bereits seit einigen Jahren gibt. Eben jenes habe auch ich einmal besessen und sehr gemocht, mich aber irgendwann daran satt gerochen. Genau deswegen hätte ich l’Elixir wohl nie eines Blickes gewürdigt – wäre da nicht meine liebsten Beraterin in der Parfümerie gewesen, die mir diesen Duft empfohlen hätte. Ganz zielstrebig suchte ich einen neuen Winter-Duft für mich und sie sprühte mir diesen hier auf. Bäm! Das war er. Süß, rund, ein bisschen blumig, schwer aber nicht erdrückend. Der neue Kenzo startet fruchtig im Auftakt, wird aber rasch wirklich süß. Auf meiner Haut kommt das Zusammenspiel von Vanille und Praline wunderbar zur Geltung, diese süßen Noten begleiten mich gemeinsam mit einer tiefen, sich voll entfaltenden Rose den ganzen Tag lang.

Für Fans von: Prada Candy, das gourmandig sweete Teilchen

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YSL – Manifesto Le Parfum

Kopfnote – Bergamotte
Basisnote – Sandelholz, Tonkabohne, Benzoe
Herznote – Iris, Jasmin

Ein herrlicher Kuschelduft für den Winter – das ist Manifesto Le Parfum. Den Duft Manifesto gibt es in diversen Variationen, etwa als Elixir, als Eau de Toilette oder als frische L’Eclat-Version. Mir gefällt Le Parfum am besten, weil es die intensivste und weichste Variante der Manifestos ist. Ich muss beim Aufsprühen unweigerlich an mit Schokolade umhülltes Marzipan denken, was wohl am Benzoe und der Tonkabohne liegen mag. Nach und nach wird Manifesto ganz pudrig auf der Haut, er bleibt zwar süß, es gesellen sich aber im Hintergrund blumige Noten dazu. Bei diesem Parfum reichen schon wenige Spritzer, da er einen in eine pudrig süße Silage hüllt – genau das richtige an eisigen Wintertagen!

Für Fans von: Guerlain L’Instant Magic, so pudrig und einlullend

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Guerlain – La petite Robe noire Eau de Toilette

Kopfnote – Jasmin, Rose
Herznote – Apfel, Kirsche, Orangenblüte
Basisnote – Patchouli, weißer Amber, weißer Moschus

Festlich und schick, etwas für ganz besondere Tage – das ist das kleine Schwarze, das ist La petite Robe noire*. Ein fruchtiges Parfum, das zwar durchaus als gourmandig bezeichnet werden darf, dem aber das typisch schokoladig-pralinige fehlt.

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Stattdessen hält LpRn eine gewisse Frische bereit, an mir lassen sich Kirsche und Apfel sehr gut ausmachen. Mich erinnert das Parfum stets an ein fruchtig-cremiges Dessert, an eine Buttercremetorte garniert mit Kirschen oder aber an einen kandierten Apfel vom Weihnachtsmarkt. Ist das Eau de Parfum deutlich stärker, dunkler und geht eher in die Kirsch-Marzipan-Richtung, kommt das Eau de Toilette fröhlicher daher und kann auch von jungen Frauen problemlos getragen werden. Ein hervorragender Duft zur Weihnachtszeit, wie ich finde!

Für Fans von: Chanel Coco Mademoiselle, edel mit einer fruchtigen Note

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Poco Rabanne – Olympéa

Kopfnote – grüne Mandarine
Herznote – gesalzene Vanille, Ingwerlilie, Wasserjasmin
Basisnote – Kaschmirholz, Ambra

Auf den neuesten Duft von Poco Rabanne war ich super gespannt – nicht nur aufgrund des hübsche Flakons! Schon als ich Presseankündigungen über Olympéa las, konnte ich es kaum erwarten, den Duft endlich testen zu dürfen. Die Duftpyramide machte mich vor allem wegen der gesalzenen Vanille im Kombination mit blumigen Nuancen neugierig, das schien mir absolut passend für den Winter zu sein.

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Tatsächlich riecht Olympéa meines Erachtens sehr interessant, was wohl auch den momentanen Hype um dieses Parfum rechtfertigt. Viele Frauen tragen es und auf gefühlt jedem Blog wird darüber berichtet – momentan ist Olympéa wohl wirklich ein Dauerrenner! Keine Überraschung – gehen vanillige Düfte doch vor Weihnachten um ein vielfalches öfter über den Ladentisch als sonst irgendwann im Jahr. So konnte also auch ich nicht widerstehen und gönnte mir Olympéa vor kurzem. Wenn ihr Vanille-Düfte mögt, die nicht unbedingt in die cremige Vanille-Pudding-Richtung gehen, sondern auch Ecken und Kanten haben dürfen, dann könnte der neue Poco Rabanne etwas für euch sein. Die gesalzene Vanille verleiht dem Duft eine gewisse Würze, die durch die warmen, holzigen Basisnoten noch unterstützt wird. Olympéa erkennt man, dieser Duft fällt auf und ist meiner Meinung nach einmal etwas ganz anderes!

Für Fans von: YSL Black Opium, weil die Vanille dominant hervortritt

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Lancôme – Trésor Midnight Rose

Kopfnote – Himbeere, Rose
Herznote – Jasmin, Johannisbeerblüte, Pfingstrose, rosa Pfeffer
Basisnote – Moschus, Vanille, Zeder

Nicht umsonst habe ich Gummibärchen zur Fotodekoration gewählt – mit diesem Parfum fühle ich mich nämlich tatsächlich immer wie eine fruchtige Süßigkeit.

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Ob ich Himbeeren und Johannisbeeren in einem Parfum mag, darüber war ich mir lange Zeit nicht richtig einig mit mir selbst. Immer wieder testete ich Midnight Rose in der Parfümerie, alleine der lilafarbene Flakon (genau meine Farbe!) und die Satin-Rose am Sprühkopf (wie hübsch!) sorgten dafür, dass ich einfach nicht um diesen Duft herumkam. Ich sprühte ihn also auf, wann immer es ging, und fand ihn mit der Zeit immer angenehmer. Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass mir die Beeren irgendwann auf den Keks gehen könnten, aber mittlerweile ist Midnight Rose eine willkommene Abwechslung zu all meinen anderen Winterparfums. Die hier anzutreffende intensive Beerennote hat nämlich sonst keiner der hier erwähnten, und genau die lässt mich in Kombination mit Vanille immer an Gummibärchen denken. :-)

Für Fans von: YSL Parisienne, die hier ein winterliches Pendant zu ihrem Sommerliebling finden werden

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Dsquared² – Want

Kopfnote – Mandarine, Ingwer, rosa Pfeffer
Herznote – Damaszener-Rose, Heliotrop, Neroli
Basisnote – Madagaskar-Vanille, Vanille-Absolue, Violettholz

Spontankäufe passieren mir bei Parfum so gut wie nie. So gut wie – denn bei Want ist es mir passiert. Im Regal der neuen Düfte sprach mich bei einem kürzlichen Besuch in meiner Lieblingsparfümerie nichts an, aber die große Kugel auf dem Kopf von Want schrie einfach danach, angefasst zu werden. Also ab auf den Teststreifen und rausgehen, da ich ja sonst sowieso nichts gefunden hatte. Nachdem ich ein Ründchen durch die Stadt geschlendert war, konnte ich meine Nase nicht mehr vom Streifen lassen. Mensch, roch das lecker! Ich musste also tatsächlich noch einmal zurück und mir die 30 Milliliter Variante dieses Parfums holen. Oben hatte ich Olympéa beschrieben, der aufgrund der salzigen Vanille leicht „kratzig“ (nicht unbedingt im negativen Sinne!) wirken kann, Want ist da ganz anders. Er ist von vorne bis hinten weich, macht auf meiner Haut auch keine großartige Veränderung durch und schnuppert hauptsächlich nach Mandarine und Vanilleplätzchen. Herrlich lecker – ich habe schon eine Menge Komplimente für dieses Parfum eingeheimst!

Für Fans von: Armani Si, wegen der fruchtigen Vanille, die an Mandarineneis erinnert

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Versace – Crystal Noir

Kopfnote – schwarze Johannisbeere, Feige, Veilchen
Herznote – Tuberose, Jasmin, Frangipani
Basisnote – Sandelholz, Cashmeran, Vanille, Heliotrop

Schwarzer Kristall – das bedeutet Crystal Noir. Nicht zu verkennen, dass der Deckel des Flakons seinem Namen alle Ehre macht, wirkt er doch ebenfalls geschliffen wie ein Kristall. Parfums, die „schwarz“ im Namen tragen, riechen ja meistens irgendwie schwer und intensiv, sie gelten häufig als die typischen Abenddüfte zum Weggehen oder für besondere Anlässe. Mit Versaces Wässerchen ist beides möglich – sparsam dosiert kann er auch zur Uni oder Arbeit getragen werden, ein Paar Spritzer mehr und man fällt damit auf. Obwohl in den Duftnoten nicht vorhanden, riecht dieses Parfum leicht nach Kokosnuss – das ist wohl nicht jedermanns Sache. Für mich schnuppert Crystal Noir jedenfalls wie ein abgekühlter Vanillepudding mit Kokosflocken – sehr lecker!

Für Fans von: Dior Hypnotic Poison, ein Duft ausschließlich für den Winter

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Wir ihr seht, lässt sich mein Duftgeschmack im Winter doch ganz deutlich charakterisieren. Es darf gerne und viel Vanille vorhanden sein, die sich mit gourmandigen Noten mischt. Auch Beeren kommen gut bei mir an, ebenso wie die Rose, die Parfums stets etwas Edles verleiht, wie ich finde. Einer meiner liebsten Duft-Bestandteile ist seit kurzem Heliotrop, das schön cremig nach Marzipan duftet. Eines ist jedenfalls sicher: Kuschelig sollten meine Winterparfums sein und mich in irgendeiner Weise an Weihnachtsmärkte und Süßigkeiten erinnern. :-)

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Welche Parfum tragt ihr im Winter am allerliebsten – oder habt ihr all time favourites, die euch das ganze Jahr hindurch begleiten? Mögt ihr wie ich Vanille und gourmandige Noten in der kühlen Jahreszeit gerne? Ich bin sehr gespannt, ob ihr weitere Dufttipps für mich habt und freue mich auf eure Kommentare!

Eure Marie

* PR-Sample

            

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