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Vom Hotelzimmer zum Wohnzimmer – meine Wohnung im Vorher-Nachher-Vergleich

In meiner Wohnung haben schon hunderte von Menschen geschlafen. Nein, ich schmeiße nicht jedes Wochenende eine Übernachtungsparty und bin auch auf keinem Couchsurfing-Portal angemeldet – diese Aussage bezieht sich vielmehr auf frühere Zeiten. Denn einst war das Haus ein Hotel samt Gaststube, das als fest Institution mitten in der Stadt ansässig war. Heute möchte ich euch  einen kleinen Vorher-Nachher-Vergleich wagen, wie es dort vor der Renovierung und danach aussah!

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In meinem heutigen Beitrag gewähre ich euch einen recht privaten Einblick in mein Zuhause – daher habe ich mich entschlossen, die Ausführungen auf unser Wohnzimmer zu beschränken. Ich denke, anhand dessen könnt ihr den Einrichtungsstil prima nachvollziehen und einschätzen, wie ich wohne!

Hier seht ihr zunächst die Wirtsstube des Hotels und Gasthauses „Zum Lamm“, in der das ein oder andere Bierchen gezapft und sicher zahlreiche Schnäpse gekippt wurden. Auch speisen konnte man hier, die Küche war gutbürgerlich ausgerichtet und es wurden Abend um Abend Schnitzel, Pommes und Co. serviert. Wie ihr seht, ist das Ambiente ziemlich rustikal – viel Holz, viel Braun und von hell und lichtdurchflutet kann keine Rede sein. Fast schon urig würde ich die Atmosphäre beschreiben!

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Insgesamt weist das Haus vier Stockwerke auf: Den Keller, die einstige Gaststube, zwei Etagen Hotelzimmer und schließlich den Dachboden. Heute befindet sich im Untergeschoss ein Bekleidungsgeschäft, der Rest stellt vermietete Wohnfläche beziehungsweise Kellerräume dar. Besonderes Highlight sind natürlich die Hotelzimmer – absolut retro! Das Objekt wurde aus einer Insolvenz heraus verkauft und stand wenige Jahre leer, bis sich schließlich neue Besitzer fanden. Die einstigen Eigentümer haben alles so zurückgelassen, wie es am letzten Öffnungstag ausschaute. Sprich: Die Betten waren gemacht, Blumen arrangiert und in der Küche stand noch eine frisch geöffnete Tüte Kaffeepulver. Wenn ich von „Hotelzimmern“ spreche, ist hier aber wohlgemerkt nicht der Standard gemeint, den man heute in den meisten deutschen Hotels vorfindet. Von Einheitlichkeit innerhalb der Zimmer kann keine Rede sein, das Mobiliar wirkte zusammengewürfelt, Dusche und WC waren längst nicht auf jedem Zimmer Standard und wie man auf dem Bild erkennen kann, waren Etagenklos auf dem Flur Gang und Gäbe.

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Frühstück bis 9 Uhr… Nicht gerade gastfreundlich, oder? :-D Wenn man bedenkt, dass man heutzutage fast überall Langschläferfrühstück serviert bekommt… Und dann noch der freundliche Hinweis: „Zimmer müssen bis 10 Uhr geräumt sein“ – das nenne ich Service! In den Zimmern selbst regierten – wie man unschwer erkennen kann – vor allem drei Farben: Grün, Braun und Ockergelb.

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Zudem lagen alle Zimmer mit Teppichböden aus, was für Allergiker nicht gerade ideal ist. Kurzum: Die Ausstattung war nicht mehr zeitgemäß, die Möbel größtenteils abgewohnt, die Betten durchgelegen. Noch Verwendbares wurde übrigens gespendet, wie ich vom Vermieter erfahren habe, sodass das Haus innerhalb weniger Wochen komplett leer geräumt war. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten konnten beginnen!

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Einige Monate wurde also herausgerissen, entkernt, erneuert, verändert, saniert, gestrichen, tapeziert, verlegt,… Bis das Ganze schließlich Form annahm und ersichtlich wurde, wie die fertigen Wohnungen einmal ausschauen würden. Sehr modern, komplett barrierefrei inklusive Aufzug (…man beachte die steile Treppe, die in die oberen Etagen führte und mit Koffern und Taschen erklommen werden wollte…) und vor  allem: Hell und offen geschnitten! Also so ziemlich das Gegenteil von dem, was man vorher im „Lamm“ zu Gesicht bekam. 

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Unser heutiges Wohnzimmer und unsere gesamte Wohnung ist mit Ausnahme des Kinderzimmers ganz in schwarz, weiß und grau gehalten. Ich habe mich bewusst für diese Farben entschieden, weil man sich daran quasi nie satt sehen, dafür aber mit farbigen, auffälligen Accessoires immer wieder gekonnt Akzente setzen kann.

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Der Teppich in einst trendigem Moosgrün ist einem Laminatboden mit großen Dielen in geräucherter Eichenoptik gewichen, einige Wände wurden herausgerissen, um so viel Platz zum Wohnen zu schaffen. Große Fenster beziehungsweise Balkontüren lassen die Nachmittagssonne hereinscheinen und lassen die Wohnung hell wirken. Polster und Beistelltischchen haben übrigens in den letzten Jahren auch einige Trendveränderungen mitgemacht, wie man unschwer erkennen kann. ;-)

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Besonders wichtig sind mir stets frische Blumen in der Wohnung – seien es Topfpflanzen oder Schnittblumen. Sie machen meines Erachtens das Zuhause erst wohnlich und bringen „Leben in die Bude“. So findet sich auf dem Couchtisch immer ein Sträußchen Rosen…

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…und in der Leseecke wächst ein Elefantenfuß. Jene gibt es übrigens noch gar nicht so lange, wird aber von meinen Kindern schon heiß und innig geliebt. Die Bücherbank lädt mit ihrem Kunstfell und den gemütlichen Kissen zum Schmökern ein, vor allem an kalten Tagen macht es Spaß,  hier zu verweilen und gemeinsam zu Lesen.

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Über meine Cubes hatte ich ja bereits einen eigenen Beitrag verfasst – ihr seht, sie sind immer noch in Verwendung und werden je nach Bedarf anderweitig eingesetzt! Dieser hier hält im Inneren kleine Schüsselchen für Snacks bereit, oben verbreiten Teelichter heimelige Stimmung.

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Überhaupt finden sich in meiner Wohnung zahlreiche Windlichter, ich liebe einfach Kerzengläser! Sobald es draußen dunkel wird oder aber ein trüber, wolkiger Tag bevorsteht, zücke ich das Feuerzeug und zünde kurz die gute Laune an. Am liebsten mag ich Teelichter mit Vanillegeruch, die gehen das ganze Jahr über. Auch Vasen sind bei mir beliebte Deko-Elemente. Sie dürfen groß und auffällig sein, gerne silberfarben oder aber aus Glas. In den Fenstern wird je nach Jahreszeit verschieden dekoriert, im Winter hängen hier Schneeflocken, im Frühling Schmetterlinge und nun zieren creme- und lilafarbene Pompons die Scheiben. Dass Lila, Beere und Pink zu meinen Lieblingsfarben gehören, brauche ich glaube ich nicht mehr zu erwähnen… ;-)

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Die Suche nach einer passenden Wohnwand gestaltete sich kurz nach dem Einzug unerwartet schwierig. Grau ist nämlich nicht gleich grau – meist kommt ein Blau- oder Gelbstich heraus, der dann natürlich nicht mehr zur schon angekleisterten Tapete gepasst hätte. Doch letztendlich wurden wir fündig und entschieden uns, die gesamte Wohnwand nicht auf dem Fußboden stehend, sondern frei hängend und über dem Boden schwebend anzubringen.

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Wo sich früher ein Einzelzimmer ähnlich wie dieses befand, steht heute meine Schminkkommode in ihrer ganzen Pracht. Ich bin sehr stolz darauf und habe viel Mühe und Liebe in ihre Organisation hineingesteckt. :-) In der ersten Zeite diente diese Nische zunächst als Kleiderschrank, der dann aber ins Schlafzimmer zog. So wurde der Platz standesgemäß für eine Beautybloggerin natürlich als Schminkecke mit einer Kommode und einem Schränkchen genutzt.

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Falls ihr mich telefonisch erreichen wollt, klingelt einfach durch und ich flitze zur Holzwand. :-P Ich habe keine Ahnung, in welchem Stockwerk dieses schicke Telefon verweilte, aber damit möchte ich meinen Beitrag gerne abschließen. Ich hoffe, euch hat der kleine Einblick in mein Zuhause erfreut und ich konntet euch ein Bild davon machen, wie es im einstigen Hotel ausgesehen hat und was daraus gemacht wurde. Für mich jedenfalls ist es total spannend, solche Vorher-Nachher-Bilder zu sehen!

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Wohnt ihr vielleicht auch in einem Gebäude mit Geschichte? Erzählt mir gerne davon, ich bin gespannt!

Eure Marie

 

16 Kommentare
  1. Victoria
    Victoria says:

    Ich habe vor 6 Jahren ein altes Haus aus dem Jahr 1906 gekauft. In der unteren Wohnung (die nun meine Oma bewohnt) hing noch die Tapete aus den 70er Jahren. Also orange/braune große Kreise und im Treppenhaus hängt auch noch so eine schicke Tapete wie hier auf dem ersten Bild. Wir sind bisher noch nicht dazu gekommen das Treppenhaus zu renovieren, da eh das Dach saniert werden muss und alles wieder dreckig wird. Da ich nur zweimal am Tag durchlaufe macht das auch nichts :-)
    Ich finde es schön wenn ein Gebäude Geschichte hat und vielleicht noch ein paar erzählt….. wir haben auch von den Vorbesitzern ein paar alte Möbel übernommen. Im Flur steht eine alte Kommode und auf dem Dachboden warten ein altes Buffett auf einen neuen Anstrich und das Esszimmer *g* Es gibt also immer was zu tun!^^

    Liebe Grüße

    Antworten
  2. Thao
    Thao says:

    Richtig cool!
    Fand die alten Tapeten in dem Hotel richtig schick :)
    Aber das neue sieht auch richtig toll aus. Ich mag deinen Geschmack. Dekorieren kannst du wirklich super :D
    Und die Leseecke ist eine richtig tolle Idee! Muss ich mir auf jedenfall merken.
    Am liebsten würde ich alles von der Wohnung sehen wollen, haha :D

    Liebe Grüße

    Antworten
  3. Elisabeth-Amalie
    Elisabeth-Amalie says:

    Leider nein aber ich finde deinen Post klasse und super interessant. Die Einrichtung zuvor fand ich auch schön, so retro eben. Aber natürlich ist es jetzt auch richtig heimisch. ♥
    liebst Elisabeth-Amalie

    Antworten
  4. Anni
    Anni says:

    Wow, irgendwie war mir das nicht bewusst! Waren dort früher öfter mal essen, aber in den Hotelräumen war ich natürlich nicht. Total toll was ihr daraus gemacht habt! Ich liebe solche Zimmer, bin aber mit meinem Kreativchaos glaube ich nicht imstande ein Farbschema aufrecht zu erhalten. Und die alte Tapete solle wirklich Kulturerbe sein :D Klasse!

    Antworten
  5. Beatrice
    Beatrice says:

    Ich finde die Einrichtung vorher ganz gruselig! :D Man muss aufpassen, dass einen das Braun oder das Ockergelb nicht erschlägt… :)
    Deine Wohnung ist total hübsch, sehr schön groß, luftig aber doch gemütlich und schön hell! :) Ich liebe grau! Auch wir haben auch grau im Wohnzimmer… und wir hatten das gleiche Problem… das eine grau ist eher lila oder bläulich, das andere ins braun… es war sehr schwierig, deshalb kann ich da mit dir fühlen!
    Wie immer hast du viel Stil und Schönheit gezaubert! :)

    Liebe Grüße,
    Bea.

    Antworten
  6. Miss Grapefruit
    Miss Grapefruit says:

    Sehr schöner Beitrag.
    Meine Wohnung hat leider keinerlei Geschichte.
    Ich selbst bevorzuge ebenfalls Schwarz/Weiß/Grau, da die Farben einfach zeitlos sind. Früher wollte ich immer eine rote Küche haben und heute kann ich sie nicht mehr sehen.

    Liebe Grüße
    Jeanette

    Antworten
  7. Laura
    Laura says:

    Wow, was für eine krasse Veränderung! Dein Wohnzimmer sieht wirklich toll aus und erinnert überhaupt nicht mehr an das Vorher. Wirklich toll :)

    Liebst, Laura

    Antworten
  8. Erna Ernsthaft
    Erna Ernsthaft says:

    Sehr schick und geschmackvoll! Top!
    Ich finde es total faszinierend, dass Du mit zwei kleinen Jungs so viel Deko in Griffhöhe stehen lassen kannst. Wir haben seit 5 Monaten keinen Couchtisch mehr und kein einziges Dekoelement mehr auf einer Höhe unter 1,50m, da unser Sohn ein Tornado ist und ständig alles umfegt. Und was er nicht umreißt, muss er so gründlich inspizeren, bis er es kaputt geguckt hat ;-)

    Lieben Gruß*

    Antworten
    • Marie-Theres Schindler
      Marie-Theres Schindler says:

      Vielen Dank. :-)
      Das mit der Deko war noch nie ein Problem,die Jungs lassen eigentlich alles in Frieden! Der eine interessiert sich nicht dafür und der andere ist so begeistert, dass er selbst immer dekorieren möchte. :-D
      Herzliche Grüße,
      Marie

      Antworten

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  1. […] zu können. Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Wohnzimmer – meines hatte ich euch in diesem Blogpost bereits gezeigt. Als mich die liebe Lisa von Schaumann also durch das Möbelhaus führte, war […]

  2. […] von cremefarben zu grau, die Unterseite hingegen ist komplett in schwarz gehalten. Falls ihr mein Wohnzimmer kennt, dann wisst ihr: Diese Farbkombi passt perfekt in meine Wohnung, denn ich liebe solche […]

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