Fünf Gründe, warum ich als Blogger niemals erfolgreich sein werde

Vor kurzem hatte ich ein anregendes Gespräch mit einer Person, die gerne von mir wissen wollte, wohin denn mein Weg als Blogger führen solle. Man hatte von großen Bloggern und Youtubern gehört, mit Millionen von Followern, richtige Stars auf dem roten Teppich, Vollberufler mit Gelddruckmaschinen. Bestimmt spielt jeder Blogger irgendwann einmal mit dem Gedanken, so richtig durchzustarten, sich vielleicht selbstständig zu machen und den Blog als Job zu sehen.

So fragte ich mich, was man eigentlich dafür tun muss und ob ich bereit wäre, mein Leben darauf auszurichten. Regelmäßig neue Posts verfassen, nette Bilder schießen und seine Social Media Kanäle pflegen – so weit, so gut, das leuchtet ein. Ich würde sogar behaupten, dass ich all das ganz gut im Griff habe, aber mein Blog dennoch nicht zu den erfolgreichsten gehört. Versteht mich nicht falsch – „Erfolg“ ist immer Definitionssache und für mich persönlich ist marie-theres-schindler.de ein voller Erfolg! Ich meine „erfolgreich“ jedoch hier im klassischen Sinne bezogen auf nackte Zahlen wie Klicks und Leser. Schon klar, dass das längst nicht alles ist – gerade für mich ist Blogger-Sein noch so viel mehr. Doch in diesem Business wird man nun einmal anhand einer Zahl definiert und bemessen. Warum also bleibt mein Blog so klein, wo bleiben die 150k Abonnenten – und will ich die überhaupt…? Nachdem ich ein paar Nächte darüber geschlafen hatte, wurde mir plötzlich etwas Wichtiges bewusst. Ich will und werde nie einer von denen sein – und möchte im Folgenden auch darlegen, warum das so ist.

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1. Ich bin ehrlich.

So mancher Kooperationspartner hat sich schon von mir abgewendet, weil ich im Vorfeld angekündigt habe, dass meine Meinung nicht käuflich ist. Tatsächlich, so ist es – ich schreibe auch negativ über Dinge, die ich als schlecht empfinde. Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz im Blogger-Kodex zu sein, dass man geschenkte Produkte, gesponserte Events und generell alles, was einem gratis in den Schoß fällt, über den grünen Klee loben muss. Schon klar, das machen nicht alle – aber sind wir realistisch: Doch die meisten. Ich sehe meine Aufgabe als Blogger nicht im Vertrieb oder im Verkauf, ich sehe mich eher als Vetrauensperson. Ich weiß, dass einige Leser viel Wert auf meine Meinung legen und erst einmal meine Review studieren, bevor sie sich Produkt XY zulegen. Das ehrt mich sehr! Und diese 100 Leser, die meine Beiträge schätzen, sind mir allemal mehr wert, als die 100.000, die sich ohnehin nur die schönen Bildchen angucken.

2. Ich suche meine Freunde nach Sympathie aus.

Connections sind alles im Business, das ist überall so, warum sollte es in der Blogosphäre anders sein? Ich habe durch die Bloggerei schon viele tolle Leute kennengelernt und bin sehr dankbar für alle die netten Kontakte. Aber für einen kometenhaften Aufstieg müsste ich noch viel freundlicher zu den „richtigen“ Leuten sein und meine „Freunde“ mit mehr Bedacht auswählen. Warum meine Zeit an eine Person verplempern, die nur 648 Abonnenten auf Instagram habt? Das bringt mich ja gar nicht voran, wenn sie mich beim gemeinsamen Pizzaessen auf ihrem Bild verlinkt. Klingt abstrus? Oh glaubt mir, eine Menge Menschen denkt mittlerweile so und knüpft soziale Beziehungen nur noch zwecks größtmöglichem Vorteil. Traurig, aber wahr.

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3. Ich zeige meine Persönlichkeit auf Instagram.

Jeden Tag sprießen sie wie Pilz aus dem Boden, die „Wie du möglichst schnell viele Instagram-Follower bekommst“-Posts. Mich gruselt es, wenn ich sie lese, aber tief in Inneren weiß ich: Es stimmt. Alles was dort steht, ist korrekt. Tenor: „Bloß keine Schnappschüsse hochladen! Jedes Bild muss perfekt ausgeleuchtet sein und einen hohen Weißanteil haben! Kauft euch eine Louis Vuitton, Ikea-Bettwäsche und Ugg Boots! Flatlays sind das halbe Leben!“ Ich habe da aber keine Lust zu. I don’t #wokeuplikethis, mit Spitzenshorts und Hot Dog Legs. Der Starbucks Becher auf einem Marmor-Tablett. Hups, wer hat denn da morgens um acht einen marktfrischen Strauß rosa Tulpen auf das weiße Bettzeug gelegt…? Und wo zum Kuckuck kommt der pinke Donut mit den bunten Streuseln her? Moment mal, auf wessen Profil bin ich hier eigentlich – die sehen ja alle gleich aus, komplett austauschbar! Nein, einen solchen Massengeschmack mag ich nicht bedienen. So schick bin ich nicht. Sattdessen möchte ich meine Follower auf Instagram ein bisschen an meinem Leben teilhaben lassen und auch mal Ausschnitte zeigen, die einfach nicht perfekt sind. Das will die Mehrheit nicht sehen, das ist nicht Inspiration genug. Ich bin im Gegenzug aber nicht bereit, in den sozialen Medien ein falsches Bild von mir zu zeichnen. Daran hätte gar keinen Spaß – und ja, mir macht das Bloggen tatsächlich noch wirklichen, echten Spaß! Womit wir bei Punkt vier wären.

4. Ich kann schlecht heucheln.

Follower, Likes und Kommentare kaufen – komm schon, das ist heutzutage doch völlig normal! Und ein bisschen beschönigen und frisieren, das macht doch jeder Blogger. Ob nun 500 oder 5.000 Abonnenten, das prüft eh keiner nach! So kommt man ruck zuck zu Kooperationen, Kooperationen bedeuten Klicks, Klicks bedeuten Leser und viele Leser sind ein Zeichen für Erfolg. Mir widerstrebt diese Art der Selbstdarstellung total, warum soll ich mir selbst und anderen etwas vormachen? Ich möchte mich nicht über eine Zahl definieren und auch noch allen erzählen, wie toll das ist. Es wäre gelogen zu sagen, mein Blog sei ein persönliches Ding und es wäre mir egal, wie viele ihn lesen – natürlich ist es schön, wenn sich jemand dafür interessiert. Ich stecke viel Herzblut hinein und freue mich immer tierisch, wenn ich positives Feedback bekomme. Das reicht mir vollkommen – eine (gefakte) Zahl mit vielen Nullen ist nicht von Nöten.

5. Ich kann nicht mit Hatern umgehen.

Manchmal wird mir richtig schlecht, wenn ich die Kommentare unter den Posts von so manch großem Blogger beziehungsweise Vlogger lese. Da wird aufs Übelste beleidigt, deutlich unter der Gürtellinie und ohne jeglichen Respekt. Ein solch dickes Fell habe ich nicht, wahrscheinlich würde ich diese derbe Kritik irgendwann persönlich nehmen und depressiv werden. Und es ist, wie es ist: Je erfolgreicher ein Blog ist, desto mehr Neider gibt es. Je mehr Leute dich kennen, desto mehr wühlen Sie in deinem (Privat)-Leben und je angreifbarer wirst du. Und dank des großen, weiten, anonymen Internets ist es so einfach wie nie, jemanden verbal nieder zu machen. Da gelobe ich mir meine kleine, feine Community, in der es zu 99 Prozent nett zugeht. Danke dafür!

Eure Marie

71 Kommentare
  1. Dani
    Dani says:

    Bei all diesen Punkten bin ich Deiner Meinung. Mir ist meine Zeit einfach oft zu schade um auf Biegen und Brechen etwas zu machen / sein, worauf ich keine Lust habe. Einfach man selbst sein muss doch auch ausreichen.

    Antworten
  2. nici
    nici says:

    Hallo meine Liebe…

    Ein wirklich guter, gelungener Beitrag, der einem aus der Seele spricht.
    Genau wir dir, geht es mir auch. Ich will weder Geld mit meinem Blog verdienen, noch sonst wie berühmt werden damit. Mir macht es Spaß meine Meinungen mit anderen zu teilen und freue mich über jeden Leser. Aber ich mach nicht bei allem mit und bewerbe mich auch nicht für jeden Test. Dinge die ich ganz furchbar finde, berichte ich erst gar nicht in meinem Blog. Mir ist dafür die Zeit zu schade.

    Das es Beleidigungen unter Blogger gibt, ist mir leider auch schon aufgefallen. Bei einer meiner Lieblingsbloggerin kommt das öfter mal vor. Das macht sie echt fertig. Ich sag ihr dann immer, ignoriere es, die sind nur Neidisch oder wollen auf sich aufmerksam machen…

    Dir wünsche ich weiterhin viel Spaß. Ich mag deinen Blog von Bericht zu Bericht mehr. Deine Abwechslung, deine Schreibweise und du kommst sehr Sympatisch rüber..

    Alles liebe

    Antworten
  3. Kathi
    Kathi says:

    Hello Marie,

    ein toller Artikel und eine lobenswerte Lebenseinstellung! Ich sehe und lebe vieles von dem was Du geschrieben hast ebenso. Mir geht es darum mit meinen Beiträgen Menschen zu helfen und sie an meinem Leben Teil haben zu lassen; Ehrlichkeit und Authentizität sind dabei das Wichtigste. Auch über nicht so tolle Zeiten schreibe ich mal einen Artikel; das Leben ist halt nicht immer eitel Sonnenschein wie es heutzutage von vielen doch so gern dargestellt wird. Erfolg bedeutet für mich ein Artikel geschrieben zu haben der einem Leser weiterhelfen konnte, vielleicht Hoffnung gibt, ihn aufmuntert, zum Lachen bringt, inspiriert, etc.

    Ich freue mich schon auf Deinen nächsten Artikel :)

    Liebe Grüße
    Kathi

    Antworten
  4. Jana
    Jana says:

    Punkt fünf ist tatsächlich der Hauptgrund, warum ich ganz bewusst froh bin, dass mein Blog so klein ist. Die anderen kann ich zwar auch komplett unterschreiben, aber das hat dann ja auch irgendwie was mit der eigenen Persönlichkeit zu tun.
    Aber den netten Umgang miteinander, so ganz ohne Ellenbogen, den schätze ich am Dasein als Hobby-Bloggerin doch wirklich sehr! Ich bin auch schon gefragt worden, ob ich mich mit dem Blog selbstständig machen will, aber das kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, dann hat man ja irgendwie kein Hobby mehr… und das fände ich sehr schade!

    Liebe Grüße ♥

    Antworten
  5. PiranhaPrinzessin
    PiranhaPrinzessin says:

    Richtig toller und wichtiger Text, den du da geschrieben hast.

    Ich kann all deine Punkte voll nachvollziehen – größtenteils treffen sie genau so auch auf mich zu. Das Schöne ist ja, dass jeder seinen Blog/ Insta-Account etc. so gestalten kann, wie er will. Außer natürlich, man möchte unbedingt „groß“ werden, dann muss man sich halt zu einem gewissen Grad „verkaufen“/ „verbiegen“.

    Ich find’s schön, dass es trotzdem weiter Leute wie dich gibt, die aus Spaß an der Sache weitermachen und ihren Blog/ Account mit tatsächlichem Inhalt füllen und nicht mit Werbeinhalten oder erfundenen/ gestellten Nettigkeiten.

    Mach weiter so!

    Liebe Grüße

    Nathalie

    Antworten
  6. Karo
    Karo says:

    Danke für diesen tollen Text!
    Als ich vor eineinhalb Jahren mit dem Bloggen angefangen habe, wollte ich auch groß werden. Heute finde ich mich irgendwie schon groß – aber im Vergleich mit anderen bin ich noch sehr klein. Und was soll ich sagen, durch das Streben nach immer mehr Fans und Lesern ist mir ein wenig die Lust vergangen. Es wird auch immer schwerer, man investiert viel Zeit in die Recherche und das Schreiben und am Ende erreicht man durch die ganzen Riegel, die Facebook den Seiten zB vorschiebt, nur noch verhältnismäßig wenig Leute. Man muss also immer noch ne Schippe drauflegen. Und noch eine. Und noch eine. Anstrengend!
    Ich habe mir jetzt gesagt, dass der Blog Hobby sein muss. Und wenn ich nur 1000 statt 15000 Menschen erreiche, dann ist das so. Diese Einstellung macht mir das Leben grad wieder ein wenig leichter. ;) Und seien wir mal ehrlich, es gibt soooo viele Blogger, um die Spitze zu erreichen braucht es einfach so viel Arbeit. Und damit ist das Hobby dann vorbei.
    Also behalte deine Einstellung bei, sie ist gut und richtig!
    Alles Liebe
    Karo

    Antworten
  7. Anke
    Anke says:

    Liebe Marie,
    ich finde Deinen Beitrag höchst erfrischen, gewohnt ehrlich und wie mir aus der Seele entsprungen.
    Mir geht es da genau wie Dir. Deine Gründe entsprechen auch den meinen.
    Und Instagram finde ich teilweise wirklich schon gruselig… Wer mir Blumen ins Bett wirft, der wird gesteinigt! ;-) Ich finde das weder hübsch noch gut… Blumen gehören in die Vase oder ins Beet! Fertig!
    Und jetzt oute ich mich mal richtig – ich war in meinen (noch) 36 Lebensjahren noch nicht einmal in einem Starbucks!
    Liebe Grüße
    Anke

    Antworten
  8. Eva Maria
    Eva Maria says:

    Ich finde deine Entscheidung voll nachvollziehbar und erkenne mich in den meisten Punkten, die du ansprichst wieder. Trotzdem bleibe ich immer offen dafür, wohin mein Weg als Bloggerin mich führen wird. Ich schließe mal noch nichts aus :-)

    Aber danke für diesen persönlichen, schön zu lesenden Beitrag!

    Liebe Grüße, Eva

    Antworten
  9. Sabrina
    Sabrina says:

    Was für ein ehrlicher und toller Beitrag, ich kann dir nur in jedem Punkt absolut zustimmen. Gesprochen wird immer davon, wie wichtig Authentizität sei, um erfolgreich zu sein. Doch sehr authentisch wirkt es nicht, wenn jeder „große“ Blog am Ende gleich aussieht. Mir sind die kleinen, ehrlichen tausendmal lieber. Die, die aus der Reihe tanzen und denen man jedes Wort, das sie schreiben, glauben kann. Vielen Dank für diesen tollen Artikel!

    Alles Liebe,
    Sabrina

    Antworten
  10. Isabel
    Isabel says:

    Genau deswegen bin ich allerdings all die Jahre (eher stille) Leserin bei dir!
    Du sagst, wenn was nicht das Gelbe vom Ei ist, worauf du persönlich wert legst, arbeitest aber auch heraus, dass andere das eventuell anders sehen könnten.
    Zudem merkt man, dass dir das alles Spaß macht.
    Persönlich lese ich auch eher kleinere Blogs, nicht die großen, eben, weil sie anders sein könnten.
    Mach weiter so wie bisher :)
    Und liebe Grüße!

    Antworten
  11. Sarah
    Sarah says:

    Wow ein klasse Post! Ich bin da ähnlich wie du. Ich wurde letztens auch wieder danach gefragt und habe ähnlich geantwortet. Ich habe das Gefühl man müsste sich selbst verkaufen, um wirklich erfolgreich zu sein und das will ich auch nicht. Bin ganz und gar deiner Meinung!

    Ich wünsche dir einen wundervollen Tag <3
    Liebst, Sarah von Belle Mélange

    Antworten
  12. Dana Magnolia
    Dana Magnolia says:

    Liebe Marie
    Ein toller Beitrag. Ich kann dich verstehen und finde dich aus genau diesen Gründen sehr sympathisch. Ich denke viele Blogger wären gerne wie du, doch viele spüren auch diesen Druck mit der Welle mitschwimmen zu müssen. Auch ich habe mir nie eingebildet ein Super-Blogger zu werden und doch packt mich manchmal dieses Gefühl dass ich viel mehr tun muss. Andere kommen viel schneller vorwärts und, und, und… Naja, seit ich meinen Blog mehr als mein persönliches Beauty-Tagebuch sehe bin ich viel entspannter. Ich frue mich natürlich über jeden der vorbeischaut aber ich habe auch wieder Spass daran kurze und knackige Blogposts zu schreiben.

    Liebe Grüsse Dana

    Antworten
    • Marie-Theres Schindler
      Marie-Theres Schindler says:

      An diesen Punkt kommen wohl viele über kurz oder lang, dass man einfach das Gefühl hat, es müsste mehr passieren. Und dann muss man sich ebne entscheiden, was man bereit ist, dafür zu tun. :) Ich finde die Idee des Beauty-Tagebuchs sehr schön. :)

      Antworten
  13. amalia
    amalia says:

    Wirklich toller und ehrlicher Post der mir wieder zeigt warum ich gerne deinen Blog folge. Den allesamt identischen Istagramprofilen sowie fast immergleichen Blogs (da sie fast nur aus Sponsoring bestehen ) folge ich immer weniger da es einfach nur langweilig bzw. berechenbar wird. Sehr schade wie sich das Bloggen bei einigen doch verändert hat.

    Lg amalia

    Antworten
  14. Sabine Weise
    Sabine Weise says:

    Hallo, ich bin begeistert von deinem Bericht. Ich selber blogge auch und habe eine Zeit lang gedacht, meine Fotos müssen perfekt sein und das muss sein und das auch noch! Ich habe mich so unter Druck gesetzt das es kein Spaß mehr macht, jetzt bin ich – ich. Meine Fotos sind nicht perfekt – dafür authentisch, denn ich bin ja auch nicht perfekt. Ich habe kein Instagram und auch kein You tube und ich werde es auch in Zukunft nicht haben, mir ist es mittlerweile egal wenn daran Kooperationen scheitern. Mir ist es wichtig das ich mir selber treu bleiben.

    Antworten
  15. Be-my-life
    Be-my-life says:

    Liebe Marie

    ich bin auch nur ein kleines Licht am Himmel aber muß mich jetzt schon mit bösen Kommentaren rumplagen und mich ständig rechtfertigen. Wenn ich mir vorstellen würde was ist, wenn man berühmt ist. Nee da teile ich Deine Meinung absolut. Und meine Bericht sind auch ehrlich und nicht gefakt. Danke für Deinen schönen Beitrag. Viele Grüße

    Antworten
  16. Liz
    Liz says:

    Wie wahr meine Liebe! Soooo oft wurden wir schon gefragt, ob wir nicht ein paar Instagram-Follower hinzu kaufen wollen? NEIN WOLLEN WIR NICHT. Wir wollen keine von Bots generierten Kommentare und Fake-Profile. Ein kleiner, feiner Kreis aus Freunden. Das ist FEIN&fabelhaft. Und kaufen kann man unsere Meinung erst recht nicht. Was uns gefällt wir gelobt, wenn uns mal etwas nicht gefällt geht es mit Dank zurück. Fertig. Aber verstehen wollen das die wenigsten. Viele Fragen uns was wir sind. In erster Linie Menschen, Frauen, Architektinnen, Fotografinnen. Aber sicher keine Berufsblogger. Unser Blog ist eine lebendige Visitenkarte und ein Hobby. Denn einen Beruf haben wir schon ;-)
    Liebste Grüße von Liz

    Antworten
  17. Beauty and Pastels
    Beauty and Pastels says:

    Marie, das macht Dich noch sympathischer als Du ohnehin schon bist. Du hast so Recht. Ich hab mich zeitweise total unter Druck gesetzt, um meine Fotos schön weiß und clear zu gestalten. Ich mach aber gerne Fotos in der Natur und da finde ich kein weißes Hochhaus oder eine schön spiegelnde Glasfläche. :-D
    Und Ehrlichkeit ist eh am wichtigsten. Die treuen Follower vertrauen uns und wären mega enttäuscht, wenn wir irgendwas beschönigen. Ich habe kürzlich auf einem Mami-Kind-Blog gelesen, dass sie bei „Kolleginnen“ sehr oft das super-gestylte Baby auf weißem flauschigen Hintergrund mit leuchtenden Augen findet. Natürlich im top gestylten Kinderzimmer, wo nichts herumliegt. Vieles sei so gestellt und unecht.
    Ganz liebe Grüße
    von Marion

    Antworten
  18. Ivory
    Ivory says:

    Schöner Post, meine Liebe. In den meisten Punkten geht es mir ähnlich wie dir, ich hoffe aber trotzdem darauf, dass man irgendwann, eben WEIL man anders ist, erfolg haben wird.
    Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend, dass Blogger eine käufliche Meinung haben. So genau habe ich das noch nicht mitbekommen, aber das ist wirklich schade.
    Ich habe gemerkt, dass sich einige Unternehmen sich freuen, wenn man ehrlich ist und konstruktive Kritik gibt. Aber die schwarzen Schafe sind auch zahlreich vertreten… Mäh.

    Der zweite Punkt rockt und der ist wirklich wichtig. Viele Menschen sind nur oberflächlich nett und das geht überhaupt nicht.
    Was das mit der Persönlichkeit betrifft, da stimme ich dir ebenfalls zu. Teilweise gleichen Accounts eher einem Internetshop, doch ist es mittlerweile auch viele, die auch Schnappschüsse zeigen. Was mich total stört, ist dieser Zwang. Jeden Tag posten, mindestens 30 min täglich liken etc… irgendwie fehlt es mir da an Zeit. Und irgendwie auch an Lust. Scheinbar habe ich eh nicht das typische Instagramhändchen, denn ich brauch eh immer ewig, bis was gescheites bei raus kommt.
    Deshalb habe ich es mit Instagram aufgegeben :-D.

    Liebste Grüße,
    Jane von Shades of Ivory

    Antworten
  19. Ida
    Ida says:

    Ich sehe das genau wie du! Für mich soll das Bloggen Spaß machen und nur ein Hobby sein. Und ich habe viel lieber wenige Leser, die ich dafür kenne und mit denen ich mich gerne austausche als einen Haufen Leute, die sich gar nicht wirklich mit mir oder meinem Blog befassen und Kommentare ohne jegliche Aussagekraft da lassen. ;-) Ich habe seit drei Jahren einen kleinen Nagellackblog und für mich ist es völlig in Ordnung so, wie es ist. :)

    Antworten
  20. Johanna
    Johanna says:

    Ich kann dich total verstehen. Ich finde es auch schade, wenn Leute auf Instagram plötzlich ein völlig austauschbares Profil haben oder Reviews zu 100% positiv sind, auch wenn man beispielsweise sieht, wie schlecht ein Produkt pigmentiert ist oder ähnliches.

    Liebste Grüße,
    Johanna

    Antworten
  21. Sandra Klimm
    Sandra Klimm says:

    Punkt 1: Jau! Ich bin ein recht junger Blog und nach einigen Wochen wirklich intensiver Blogaufbauarbeit trudeln die ersten Kooperationsanfragen rein. Die meisten sind antworten mir dann nicht einmal mehr, und glaube mir ich verlange keine „Millionen“.
    Punkt 2: Erst mal die 648 Abonennten haben ;-), nein im Ernst. Ist immer so eine Sache mit den Followern. Ich stelle fest, das mich manche für für ein Gegenlike liken. Wenn mir der Account gefällt like ich gerne zurück. Und jetzt der Hammer: Danach springen einige fast augenblicklich wieder ab. What! Na ja?
    Punkt 3 Ich gebe zu die Donut Bilder auf Ikea-Bettwäsche und Flatlays finde ich recht schön. Aber oft sind sie zu ähnlich. Ich liebe die Mischung aus „mal eben fotografiert“ und einem schönen Bild von meinem Essen fürs Rezept zum Downloaden. Aber ich habe mir einen Stil ausgesucht, der recht flott geht. So falsch kann er nicht sein, denn sonst wäre ja absolute „tote Hose“ bei mir ;-)
    Punkt 4 Ich „verdiene“ mir meine LIKEs :-)! Ich muss aber auch sagen, das ich es liebe auf anderen Blogs zu stöbern. Habe schon viel gelernt und auch den einen oder anderen Follower bekommen. Echt sein, das ist mir wichtig.
    Punkt 5. Kann ich auch nicht mitreden. Bin ja noch ein kleiner Blog.

    Ich blogge auf http://www.meinsommerzimmer.de und vielleicht magst du mich ja mal „besuchen“: Alles Gute, ich schau mich jetzt mal um, auf welchen Netzwerken du so bist.

    Lieben Gruß, Sandra

    Antworten
  22. Jenny
    Jenny says:

    Ein toller Post, der von so viel Mut und Sympathie nur so strotzt!
    Leider entwickelt sich die Bloggerwelt immer mehr in eine Richtung, die ihr nicht zwingend gut tut. Ich bin ebenfalls Bloggerin, aber für mich ist und bleibt es ein Hobby! Wenn ich mit einer Kooperation meine jährlichen Kosten rausholen kann, freue ich mich sehr. Aber hauptberuflich kann und will ich das gar nicht machen – ich müsste zu viel meiner eigenen Persönlichkeit dafür aufgeben!
    Liebe Grüße
    Jenny

    Antworten
  23. Jessi
    Jessi says:

    Ich kann deine Aussagen ausnahmslos unterschreiben! Mir geht es genau so und ich muss mich ständig dafür rechtfertigen, dass mein Blog so klein ist, dass meine Bilder nicht perfekt sind… Die wenigsten kommen auf die Idee, dass nicht jeder Blogger eine riesen Fangemeinde haben möchte. Das wäre mir auch viel zu anstrengend… Abgesehen davon bin ich lieber ehrlich und authentisch und verzichte dafür auf ein paar Kooperationen und Follower. Irgendwann verstrickt man sich in einem „Heuchler-Konstrukt“ und dann ist es vorbei. Das möchte ich nicht und mit der ganzen Lobhudelei ist auch keinem geholfen.

    Mach weiter so, ich tue es auch! ;-)

    Liebe Grüße,
    Stil-Helferin Jessi

    Antworten
  24. Daniela
    Daniela says:

    Danke für diesen ehrlichen und damit wirklich tollen Beitrag! Ich habe mich in allen Punkten zu 100% wiedererkannt.

    Es gibt Tage da zweifle ich ein wenig an meinem Blog und an mir und frage mich was ich tun kann um „erfolgreicher“ im klassischen Sinne zu werden. Wenn ich mir dann jedoch die Optionen ansehe fällt mir auf, dass mir keine davon gefällt. Ich glaube selbst wenn ich das ein oder andere davon umsetzen und damit sogar Erfolg haben würde, wäre ich nicht zufriedener. Ich denke nicht, dass ich stolz auf meinen Blog und mich sein könnte wenn ich wüsste, dass ich insgeheim Follower gekauft habe, meine treuen Leser belüge indem ich Produkte beschönige, die ich eigentlich nicht mag oder plötzlich gefakte Fotos von meinem Privatleben veröffentliche.

    Abgesehen davon, dass ich überzeugt bin, dass sich Ehrlichkeit längerfristig auszahlt, stelle ich mir ein solches Fake-Leben unheimlich anstrengend vor. Da verzichte ich lieber auf den Erfolg und freue ich mich über den ein oder anderen lieben und ehrlich gemeinten Kommentar von echten Leser!

    Antworten
  25. Jessica
    Jessica says:

    Ich lese deinen Blog gerade weil du so ehrlich und sympathisch nach außen wirkst.Obwohl ich dich nicht kenne, hab ich das Gefühl ,ich lese etwas von einer Freundin bzgl Outfitideen oder Produktempfehlungen.

    Antworten
  26. Franzi
    Franzi says:

    Genau darum mag ich deinen Blog so. Du bist authentisch und ehrlich. Mir fehlt beim Bloggen auch oft das Menschliche.
    Wegen dir habe ich damals mit meinem Blog angefangen :)

    Antworten
  27. Bettina
    Bettina says:

    Ich kann das unterschreiben, besonders den fünften Punkt. Mein Blog ist total persönlich, und ich tu mich im Leben oft schwer mit Kritik. Im Grunde ist das ein Widerspruch in sich, wenn man bloggt.

    Dir weiterhin vor allem viel Spaß beim Bloggen. Lass anderen den virtuellen roten Teppich

    Gruß Bettina (Schindler übrigens mit Nachnamen )

    Antworten
  28. Isabel
    Isabel says:

    Und gerade deswegen mag ich deinen Blog. Ich kann ja noch verstehen, wenn große blogger sagen, sie berichten halt über die Dinge nicht, die sie nicht gut fanden nicht und nennen nur die schönen Dinge. Okay. Aber, wenn jemand alles immer hyped, gleicht liebt und sooo toll findet (und man dann nie wieder einen Post dazu sieht), dem kann man doch nicht vertrauen…

    Antworten

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