Haters gonna hate…

…Potatoes gonna potate. Das sollte sich jeder hinter die Ohren schreiben, der in irgendeiner Form im virtuellen Hühnerhaufen des Internets tätig ist – sei es als Blogger, Youtuber, auf Instagram oder in sonstigen sozialen Netzwerken. Denn heute geht es ausnahmsweise mal nicht um Beauty, Fashion, Lifestyle – heute werden auf meinem Blog mal ernstere Töne angestimmt. Mittlerweile scheint es nämlich Gang und Gäbe zu sein, dass man sich im Internet so richtig daneben benimmt und Leute ohne jeglichen Respekt beschimpft und beleidigt.

Fotolia_57973183_Subscription_Monthly_L

© sommai – Fotolia.com

Eine Frage an euch, liebe Hater – macht ihr das im wahren Leben auch so? Habt ihr überhaupt ein wahres Leben? Mir scheint: Eher nicht. Denn ich verrate euch jetzt mal ein Geheimnis: Ihr müsst da gar nicht hingucken. Mit einem Klick könnt ihr entscheiden, was euren Tag bereichert und was eben nicht. Ihr interessiert euch nicht für Schminke und euer Puls steigt pro gezeigtem Nagellackfläschchen ins Unermessliche? Euch geht nicht in den Kopf, wie man 291653 Parfums besitzen kann und der Schrank mehr als drei Paar Schuhe aufweist? Darüber müsst ihr euren Unmut nicht kundtun, ihr könntet stattdessen euren eigenen Hobbies frönen. Es ist mehr als unangemessen, von anderen Leuten eine Rechtfertigung abzuverlangen, wieso sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen und sie womöglich noch mit anderen teilen.

Noch etwas verrate ich euch: Ich mag keine Pferde. Es ist und bleibt mir völlig unverständlich, wie man seine Nachmittage in stinkenden Ställen verbringen kann und Freude daran hat, auf großen Tieren durch die Gegend zu hüpfen. Und was das alles kostet! Aber wisst ihr was? Nie würde es mir einfallen, beim Reitturnier in unserer Stadt Leute wegen ihres Hobbies anzupöbeln und zu beleidigen. Im Gegenteil: Meist entscheide ich mich sogar dafür, einfach mal zuzuschauen. Warum? Weil ich Respekt habe vor den Menschen, die nach stundenlangen Trainingseinheiten ihr Können zeigen. Ebenso sehe ich keinen Sinn darin, mich in überfüllte Stadien zu stellen und Sportlern zuzuschauen, die 90 Minuten hinter einem Ball herflitzen – wie eben manch einer nichts mit Primern, Pinseln und Primark-Hauls anfangen kann. Genau diese Diversität macht unsere Gesellschaft doch aus! Die Nicht-Fußball-Fans fragen doch auch nicht, woher die treuen Bayern-Anhänger denn so viel Geld für die Tickets und das ganze Bier herhaben, sondern lassen sie in ihren Trikots von dannen ziehen.

Am Wochenende und auch schon in der Zeit davor erreichten mich via ask.fm fragen, die mich doch mal kurz an der sozialen Intelligenz mancher Menschen zweifeln ließen. Die Idee dieser Plattform ist ja eigentlich eine nette: Man kann dort anderen Mitgliedern alle möglichen Fragen stellen, die einem schon immer unter den Nägeln brannten. Meist sind es eher belanglose Dinge – was man frühstückt, wie die Pläne für’s Wochenende aussehen oder welche Filme man sich gerne im Kino anschaut. Der Haken an der Sache: Man kann auch anonym fragen. Das ist im großen, weiten Internet leider immer die Legalisierung zum Stänkern und Provozieren. Manchmal antworte ich auf fiese Fragen sachlich, manchmal stänkere ich zurück, manchmal muss ich erst eine Nacht über das Gefragte schlafen und wieder ein anderes Mal lösche ich die Frage sofort, weil sie einfach unter die Gürtellinie geht. Ich verstehe keinen Spaß, wenn meine Familie oder ich in der Öffentlichkeit niedergemacht werden, dazu hat nämlich niemand das Recht. Da wird spekuliert, dass es mir als alleinerziehende, einsame, deprimimierte Mutter doch ach so dreckig gehen muss, die wildesten Mutmaßungen angestellt, warum ich mir eine Tommy Hilfiger-Bluse leisten kann, und festgestellt, dass mein Blog und ich ja sowieso total dumm sind. Obacht – da muss sich aber jemand sehr intensiv mit mir beschäftigt haben. Wozu die Mühe…?

Es ist verständlich, dass man immer größeres Interesse weckt, je mehr Menschen dem eigenen Tun im WWW tagtäglich folgen. Jeder meiner Posts in sämtlichen Socials ist gut überlegt und zeigt genau das, was ich zeigen möchte. Wem das nicht zusagt, der möge mir entfolgen. Wie bereits angedeutet: Sympathien sind verschieden und mich muss nicht jeder mögen. Selbstverständlich weiß ich, was ich unter „konstruktiver Kritik“ zu verbuchen habe, und was im Gegensatz dazu einfach der Provokation dienen soll. Ratschläge nehme ich gerne an, denn ein Austausch mit meinen Lesern ist mit wachsender Bekanntheit wichtiger denn je!

Neben all dem sollte man natürlich nie die Menschen vergessen, die das wertschätzen, was man leistet. Und das ist definitiv die große Mehrheit! Jene, die einen unterstützen und mit all den netten Kommentaren und Anregungen dafür sorgen, dass man zwischen persönlichen Beleidigungen und Anfeindungen nicht das Handtuch wirft. Ihr wisst ja: Potatoes gonna potate… ;-) Gegen den #shitstorm, für den #smilestorm!

Eure Marie

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Jetzt mal ganz ehrlich – du stellst dich immer noch den mitunter dummen Fragen und das finde ich sehr mutig. Shitshorm ist doch einfach der neue Trend – würde ich anonymen Usern die Plattform bieten, ich bin mir sicher, mir würde Ähnliches passieren. Offene Kritik? Fehlanzeige! Und das finde ich schade, ich finde es kann auch ruhig jemand kritisieren, dass man sich nur mit Mode beschäftigt, die Frage ist wie… wenn jemand bemerkt, dass der Fokus heute weitaus mehr auf dem Konsum liegt und der das durch Blogs unterstützt sieht, finde ich das vollkommen legitim.

    Daneben finde ich, dir Prahlerei zu unterstellen, das habe ich jetzt gerade bei ask.fm entdeckt und kann das nicht nachvollziehen. Fazit für mich: Da werde ich mich nicht anmelden ;)

    Liebe Grüße,
    Sabine

  • Ich finde es unfassbar was manche sich rausnehmen nur weil sie anonym bleiben können. Durch Twitter sehe ich ja immer die ask.fm-Fragen, die du beantwortest und manche Mutmaßungen, die da aufgestellt werden sind echt hart. Vorallem wenn man bedenkt wie viel Zeit eine solche Person damit verbringt über dich und dein Geschriebenes nachzudenken und wie viel Interpretation es bedarf auf so haarsträubende Ideen zu kommen.

    Lass dich nicht ärgern! ;)
    Liebste Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.