Augenringe abdecken – so geht’s

„Bist du müde? Ist alles okay mit dir? Bist du krank?“ – Nein, danke der Fürsorglichkeit. Ich bin einfach nur ungeschminkt. Na, wem kommt dieses Szenario bekannt vor? Sicher allen, die wie ich mit ständigen Augenringen zu kämpfen haben und normalerweise das Haus nicht ohne Concealer verlassen. Denn ohne sehe ich immer so aus, als würde mir etwas fehlen – obwohl ich eigentlich in bester Verfassung bin. Doch woher kommen die dunklen Schatten eigentlich? Was kann man dagegen tun? Und wie lassen sich Augenringe abdecken? Darüber möchte ich heute auf den Wunsch einer Leserin hin einen Post verfassen. Ich hoffe, er hilft vielen weiter und ihr könnt den ein oder anderen Kniff mitnehmen!

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Warum habe ich Augenringe?

Tja, das ist eine gute Frage. Für dunkle Schatten unter den Augen gibt es nämlich zahlreiche Ursachen, die ich hier gar nicht alle beleuchten kann. Zunächst einmal: Die Haut unter den Augen ist besonders dünn und besitzt nur ein leichtes Unterfettgewebe. Rund herum befinden sich viele kleine Adern sowie Lymphgefäße, die bläulich durchschimmern. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger – und das kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden.

  • Ernährung
    Bestimmt habt ihr es schon geahnt – dauerhaft Fast Food mit Cola und abends zwei, drei Bierchen sind nicht gerade förderlich für hübsche Äuglein. Nein, zu salziges und zu fettiges Essen begünstigen die blauen Ringe, daher solltet ihr lieber nur selten dazu greifen.
  • Schlafmangel
    Prüfungsphase und mal wieder über Büchern und Manuskripten die Nacht zum Tag gemacht? Wer kennt es nicht – am Morgen zieht man aus wie Zombie persönlich. Der Grund: Es kommt zum Lymphstau und dunkle Schatten machen sich breit.
  • Krankheiten
    Wie immer gilt: Ernste Ursachen sollten ausgeschlossen werden, denn wie bei so vielen Dingen können vermeintlich harmlose Augenringe auf Erkrankungen beispielsweise der Nieren oder der Leber hinweisen. Oder aber Mangelerscheinungen sind der Grund dafür, dass ihr Augenringen habt – geht also zum Arzt, lasst euch durchchecken und mittels eines großen Blutbilds erfassen, was euch fehlt. Bei mir ist davon glücklicherweise nichts der Fall, weswegen wir nun auch zum nächsten Punkt kommen…
  • Genetische Veranlagung
    Manch einer hat eine schiefe Nase, der nächste X-Beine, wieder ein anderer Plattfüße – so ist das im Leben, ich muss eben mit meinen Augenringen leben. Wohlgemerkt: Da gibt es durchaus noch schlimmere Fälle, ich KANN damit leben und will hier gar nicht jammern. ;-) Durch die erblich bedingte Form der Augenhöhlen scheinen die Adern durch, egal wie viel ich schlafe oder wie gesund ich mich ernähre. Da hilft also nur eins: Eine gute Abdeck-Routine, die ich euch im Folgenden zeigen möchte!

Augenringe abdecken – step by step

Wie so oft in der Hautpflege gilt: Cremen hilft. Eine gut gepflegte, mit ausreichend Feuchtigkeit versorgte Augenpartie sieht allemal hübscher aus als eine mit Trockenheitsfältchen und schuppiger Haut.

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Ob man dafür nur eine spezielle Augenpflege benötigt, darüber scheiden sich die Geister. Ich benutze aufgrund meiner wirklich sehr trockenen Augenpartie meistens eine solche und mein heißer Favorit ist die La Roche-Posay Toleriane Ultra im hygienisches Pumpspender. Sie spendet gut Feuchtigkeit, ist aber überhaupt nicht fettig und zieht schnell ein. So könnt ihr ruck zuck mit dem Make Up beginnen! Im Anschluss daran trage ich eine dünne Schicht der Erborian BB Eye auf, die ich euch nur ans Herz legen kann. Diese Creme mit leichter Tönung ist schön hell und bereitet die Haut ideal auf den folgenden Concealer vor – an Tagen, die man sowieso auf dem Sofa herumlümmelt, ersetzt sie jenen aber auch gerne mal komplett.

Im nächsten Schritt geht es ans eigentliche Abdecken, hierzu nutze ich gerne den Maybelline Fit me Concealer in der Farbe 010, das ist die zweithellste.

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„Warum nicht die hellste?“, werdet ihr jetzt fragen. Ganz einfach – ich halte die Empfehlung für Quatsch, den Concealer einen Ton heller als die Hautfarbe zu wählen. Stattdessen sollte man lieber zusehen, die bläulichen beziehungsweise bräunlichen Schatten auszugleichen, anstatt einfach helle Farbe drüberzuschmieren. Im schlimmsten Fall macht man sie damit nämlich erst richtig auffällig, denn wir erinnern uns: Bei Highlightern gilt – je heller die Farbe, desto stärker die Betonung. Darüber hinaus sieht es aus wie gekonnt und nicht gewollt, wenn die Partie rund um die Augen weiß ist und überhaupt nicht zum Rest des Make Ups passt. Ich neutralisiere den blauen Schimmer also durch einen orangestichigen Concealer, den ich ganz dünn (!) mit dem angefeuchteten Beautyblender auftupfe.

Weiter geht’s – und zwar jetzt mit einem Abdeckprodukt, das ideal zu eurem Hautton passt.

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Ich habe mal meine liebsten Kandidaten zusammengestellt: Den Nars Radiant Creamy Concealer besitze ich noch nicht lange, ich mag ihn aber aufgrund seiner hohen Pigmentierung sehr gerne. Leider ist er nicht so ohne Weiteres zu bekommen und muss entweder im Internet bestellt oder im Ausland gekauft werden. Anders ist das bei der Liquid Camouflage von Catrice, die es in jeder Drogerie gibt. Sie ist wunderbar cremig und ebenfalls stark deckend, jedoch nicht so austrocknend wie feste Camouflages, zu denen ich später noch einmal komme. Wie man unschwer erkennen kann, habe ich vom Urban Decay Naked Skin Concealer schon eine Menge aufgebraucht – das spricht für sich! Seine Deckkraft ist zwar nicht ganz so stark wie die der anderen beiden, dafür wirkt er aber super natürlich und lässt sich in der Intensität aufbauen.

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Auch diese Schicht trage ich mit meinem geliebtem Beautyblender auf, allerdings benetze ich ihn zuvor mit einigen Spritzern des MAC Fix+ Sprays. Ich bilde mir ein, dass sich der Concealer so ein bisschen besser mit der Haut verbindet – zumindest liegt er dann nicht wie eine schwere Schicht auf.

Nun will das Ganze noch fixiert werden – immerhin ist die Augenpartie nun gepflegt, bläuliche Schatten sind neutralisiert und abgedeckt und alles wurde gut eingearbeitet.

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Zum Fixieren verwende ich am allerliebsten loses Puder und einen fluffigen Pinsel. Das p2 Perfect Face Loose Powder bekommt ihr für wenig Geld bei DM, es ist weiß und auf der Haut transparent. Das Schöne: Es mattiert nicht so maskenhaft, sondern lässt die Haut noch natürlich strahlen. Weiterhin nutze ich gerne das gehypte Ben Nye Banana Powder, das ihr beispielsweise über Amazon beziehen könnt. Es sieht gelb und wirkt auf den ersten Blick ziemlich dunkel, passt sich aber dem Hautton an und sieht ebenfalls schön natürlich aus. Ich habe lange getüftelt, welcher Pinsel der ideale für diese Aufgabe ist. Und die Lösung ist so einfach: Der Ebelin Blenderpinsel, der Ewigkeiten nutzlos in meiner Schminkkommode lag. Für Lidschatten ist er mir nämlich zu rund und zu bauchig, aber um loses Puder auf kleinen Flächen zu verteilen, eignet er sich hervorragend. Probiert es doch mal aus! Ich nehme damit eine kleine Menge Puder auf, klopfe es ab und trage es dann ohne Druck auf die Augenpartie auf. Fertig!

Tipps und Tricks

Nun wisst ihr, wie ich jeden Morgen meine Augenringe abdecke – ich habe da meine feste Routine an der ich festhalte. So gelingt mir ein tolles Ergebnis und ich werde nicht täglich gefragt, ob es mir irgendwie schlecht geht. ;-) das fertige Ergebnis sieht dann so aus:

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Zu guter Letzt möchte ich euch noch drei Tipps mit auf den Weg geben, die ihr beim Überschminken von Augenschatten beherzigen solltet.

  • Weniger ist mehr
    Oh Gott, wie ich diesen Spruch hasse. Aber ausnahmsweise stimmt er hier mal. ;-) Übertreibt es nicht und nehmt nicht zu viel Produkt, das setzt sich nämlich im Laufe des Tages nur unschön in den Fältchen ab. Außerdem sieht es super unnatürlich aus, wenn man eine perfekt abgedeckte Augenpartie hat, bei der man die darunter liegende Haut nicht einmal mehr erahnen kann. Auch bei meinem Tragebild seht ihr, dass man die Augenschatten wohl noch erahnen kann. Ich finde das so viel schöner und alltagstauglicher!
  • Anti Trockenheit
    Pflege ist das A und O, aber wer eine trockene Augenpartie hat, sollte noch mehr beachten. Greift lieber auf flüssige Abdeckprodukte denn auf feste beziehungsweise cremige zurück, ich rede hier beispielsweise von cremiger Camouflage. Ist die Haut nämlich etwas uneben, schuppig oder trocken, sieht eure Augenpartie damit aus wie eine Kraterlandschaft. Solche Produkte lassen sich weniger gut einarbeiten, man benötigt viel mehr Druck zum Verteilen und schließlich verbinden sie sich nicht so gut mit der Haut wie flüssige Concealer.
  • Die richtige Farbe
    Bis vor kurzem hatte ich ungefähr 50 Concealer zu Hause, jetzt habe ich aussortiert und übrige sind noch circa zehn. Alle habe ich irgendwann mal in dem Glauben gekauft, die Farbe passe mir – und dann zu Hause in Natura festgestellt, dass dem überhaupt nicht so ist. Testet die Produkte unbedingt im Gesicht, der Handrücken verschafft einem zwar einen guten ersten Überblick, aber die eigentliche Wirkung seht ihr erst an Ort und Stelle.

So, jetzt wisst ihr Bescheid – und seht morgen alle unglaublich wach und fit aus… :-) Ich hoffe, mein Beitrag hat euch gefallen – ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein kurzes Feedback dalasst.

Eure Marie

                                       

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