Peeling Check – sechs Körperpeelings im Test

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Vor allem jetzt bei heißen Temperaturen haben sie Hochsaison, wenn wir in luftigen Kleidchen, Hotpants und ärmellosen Tops viel Haut zeigen: Peelings! Es gibt sie in unterschiedlichen Varianten, sämtlichen Duftrichtungen und diversen Preisklassen. Da fragt man sich: Welches ist eigentlich das richtige für mich, welches passt am besten zu den Bedürfnissen meiner Haut? Dieser Frage möchte ich heute nachgehen, und zwar in meinem kleinen Peeling Check!

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Die Kandidaten

Ins Rennen gehen sechs verschiedene Produkte von günstig bis teuer, teilweise im Tiegel, teilweise in der Tube. Ich habe mich in der Drogerie umgesehen, aber auch nach höherpreisigen Peelings Ausschau gehalten, um herauszufinden, ob jene wirklich besser sind als ihre billigeren Kollegen. Natürlich werde ich wie immer auch auf die Inhaltsstoffe schauen und euch ein kurzes Feedback geben, ob das jeweilige Produkt reizarm formuliert ist oder nicht. Apropos: Wer reizarm pflegt, sollte ja eigentlich überhaupt keine abrasiven Peelings verwenden, da der mechanische Reiz für die Haut zu groß ist. Im Gesicht beherzige ich das auch, am Körper verwende ich aber gerne einmal pro Woche ein körniges Peeling. Alleine schon deshalb, um beispielsweise eingewachsenen Härchen an den Beinen vorzubeugen.

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Balea Dusch Peeling Orange&Minze und Treaclemoon Körperpeeling Those Lemonade Days

Starten wir doch mit zwei relativ neuen Produkten aus dem Drogerie-Bereich – dem Balea Dusch Peeling Orange&Minze (1,45 Euro) sowie dem beliebten Treclemoon Those Lemonade Days (2,95 Euro).

Inhaltsstoffe Balea

AQUA | SODIUM LAURETH SULFATE | COCAMIDOPROPYL BETAINE | ACRYLATES COPOLYMER | BAMBUSA ARUNDINACEA STEM POWDER | PEG-7 GLYCERYL COCOATE | CITRIC ACID | PARFUM | SODIUM CHLORIDE | PEG-3 DISTEARATE | SODIUM LAUROYL GLUTAMATE | BENZYL ALCOHOL PHENOXYETHANOL | SODIUM HYDROXIDE | POTASSIUM SORBATE | SODIUM BENZOATE | TOCOPHERYL ACETATE | CITRUS AURANTIUM DULCIS PEEL OIL EXPRESSED | MENTHA ARVENSIS LEAF OIL | PROPYLENE GLYCOL | MANNITOL | CELLULOSE | BENZOIC ACID | DENATONIUM BENZOATE | HYDROXYPROPYL METHYLCELLULOSE | TOCOPHEROL | SODIUM SULFATE | LIMONENE | CI 15510 | CI 77491 | CI 77289.

Inhaltsstoffe Treaclemoon

Aqua (Water), Hydrated Silica, Paraffinum Liquidum (Mineral oil), Petrolatum, Cetearyl alcohol, Glyceryl stearate SE. Stearic acid, Benzyl alcohol, Parfum (Fragrance) Acrylates /C10-30 alkyl, acrylate crosspolymer, Hydrogenated jojoba oil, Ethylhexylglycerin, Sodium hydroxide, Tocopherol, Citral, Limonene, Linalool, CI 77499, CI 19140, CI 47005.

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Die Peelings von Balea erscheinen immer mal wieder saisonal in anderen Auflagen, jetzt im Sommer gibt es die spritzige Variante mit Orange und Minze. Vielleicht erinnert ihr euch auch noch an Buttermilch-Zitrone oder die Herbst-Sorte Apfel-Zimt – vom Grundsatz her sind die Scrubs eigentlich immer gleich, lediglich der Duft ändert sich. Das Besondere: Hierbei handelt es sich um sogenannte Dusch Peelings, sprich Duschgel und Peeling in einem. Das Produkt schäumt also richtig auf und reinigt auch, weswegen man sich ein separates Duschgel theoretisch sparen kann. Wer es morgens unter der Brause eilig hat, ist folglich schneller fertig und muss trotzdem nicht auf weiche Babyhaut verzichten.

Die Dichte der Körnchen ist dafür auch genau angemessen – eine perfekte Symbiose aus Reinigung und Peeling, das man als normaler Hauttyp ruhig ein- bis zweimal pro Woche verwenden kann. Schaut man sich die Inhaltsstoffe an, sticht einem der Benzyl Alkohol sowie Limonene ins Auge – ersterer konserviert, bei letzterem handelt es sich um einen allergisierenden Duftstoff. In der Gesichtspflege hätte ich das Produkt längst verbannt, bei abspülbaren Körperpflegeprodukten sehe ich das jedoch nicht so kritisch.

Drückt man einen Klecks Peeling aus der gelben Tube von Treaclemoon, kommt einem eine cremige Konsistenz entgegen, die weniger flüssig als jene von Balea ist. Kein Wunder: Hier soll nichts unter der Dusche reinigen, sondern lediglich peelen. Dafür sind mir ehrlich gesagt zu wenig Schleifpartikel enthalten und auch der Duft entwickelt sich nicht ganz so pralle unter der Dusche. Schnuppert es in der Tube noch nach Zitronenlimo, ist dieser Geruch beim Verteilen auf der Haut kaum noch wahrnehmbar.

Jeanne en Povence Peeling-Duschgel Bouquet d’Argumes* und M. Asam Peeling Butterfly*

Als nächstes steigen zwei teurere Kandidaten in den Ring, und zwar das Jeanne en Provence Bouquet d’Argumes (6,99 Euro) und das M. Asam Peeling Butterfly (19,75 Euro).

Inhaltsstoffe Jeanne en Povence

Aqua (Water), Sodium Laureth Sulfate, Cocamidopropyl Betaine, Glycerin, Parfum (Fragrance), Sodium Chloride, Acrylates Copolymer, Sand, Benzotriazolyl DodecylP-Cresol, PEG40 Hydrogenated Castor Oil, Tetrasodium Glotamate Diacetate, Sodium Hydroxide, Sodium Benzoate, Sucrose Cocoate, Citric Acid, Prunus Armeniaca (Apricot) Seed owder, Citrus Aurantifolia (lime) Fruit Extract, Citrus Aurantium Dulcis (Orange) Fruit Extract, Propylene Glycol, Alcohol, Tris (Tetramethylhydroxypiperdino) Citrate, Potassium Sorbate, Limonene, Linalool, CI 15985 (FD&C Yellow 6), CI 14700 /FD&C Red 4).

Inhaltsstoffe M. Asam

SUCROSE, GLYCERIN, CAPRYLIC/CAPRIC TRIGLYCERIDE, ISOPROPYL MYRISTATE, SODIUM CHLORIDE, GLYCERYL STEARATE, AQUA (WATER), PARFUM (FRAGRANCE), VITIS VINIFERA (GRAPE) SEED OIL, TOCOPHERYL ACETATE, CETEARETH-20, CETEARETH-12, CETEARYL ALCOHOL, CETYL PALMITATE, LIMONENE, CITRONELLOL, LINALOOL, CI 19140 (YELLOW 5).

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Bei Jeanne en Provence handelt es sich wieder um ein Duschpeeling, also ein 2-in-1-Produkt. Schon an zweiter Stelle der Inhaltsstoffe finden wir SLS, ein reinigendes Tensid, das üblicherweise auch in Duschgels verwendet wird. Das Peeling enthält Essenzen von Orangenblüten, Limette und Cedrat aus Italien und duftet entsprechend lecker nach Zitrusfrüchten. Ideal also für den Sommer als schöne Erfrischung nach einem heißen Tag! Das Produkt ist mit Abstand das flüssigste in der Runde, wie ihr später auch noch im Vergleich sehen könnt. Leider steckt auch vergällter Alkohol im Bouquet d’Argumes und zwei reizende Duftstoffe, die jedoch am Ende der Liste zu finden sind.

Übrigens: Ab 2020 dürfen europäische Kosmetikfirmen keine Plastikpartikel mehr in abspülbaren Beauty-Produkten verwenden, da diese ins Grundwasser gelangen können. Ich finde das super und bin der Meinung, man sollte Plastik reduzieren, wo man nur kann. Jeanne en Provence setzt in seinen Peelings bereits jetzt auf gemahlene Aprikosenkerne und französischen Sand. Entsprechend fein sind also die Partikelchen, die recht dicht vorhanden sind. Beim Duschen schäumt das Produkt dann schön auf und lässt sich super verteilen.

Über die Peelings von M. Asam habe ich auf dem Blog schon öfter berichtet und möchte gleich vorwegnehmen, dass ich ein großer Fan von ihnen bin. Es handelt sich hierbei um eine feste Paste, die man am besten mit einem Spatel herausnimmt. Die Schleifpartikel sind hier Zuckerkristalle, die ja bekanntlich etwas grober als Salzkristalle sind. Jene schmelzen beim Verreiben und machen eine super zarte, weiche Haut. Ehrlich gesagt kenne ich kein Peeling, das eine solche Baby-Haut hinterlässt – und auch der blumige Duft gefällt mir super. Zudem kommt das Peeling gänzlich ohne schlechten Alkohol aus, enthält dafür aber ein paar reizende Duftstoffe. Aufgrund der recht groben Körnung würde ich empfehlen, das Peeling höchstens einmal pro Woche anzuwenden – das reicht auch völlig aus, denn die Wirkung ist wirklich klasse und hält lange an.

Balea Totes Meer Salz Öl-Peeling Lemongras Duft und The Body Shop Mango Body Scrub

Im Tiegel stecken das Balea Lemongras-Peeling (2,95 Euro) sowie das TBS Mango Scrub (5 Euro), das ich hier in einer kleinen Größe zeige, da ich es einst als Goodie zu einem Einkauf dazu bekam.

Inhaltsstoffe Balea

MARIS SAL | HELIANTHUS ANNUUS SEED OIL | OLEA EUROPAEA FRUIT OIL | MAGNESIUM CARBONATE | SIMMONDSIA CHINENSIS SEED OIL | CAFFEINE | UREA | TOCOPHEROL | PARFUM | AQUA | ZINC OXIDE | LINALOOL | CI 47005 | CI 42090.

Inhaltsstoffe TBS

Octyl Palmitate (Emolliens), Sucrose (Zucker) (Peelingmittel), Sodium Chloride (Salz) (Konsistenzregler), Helianthus annuus (Sonnenblumenöl) (Emolliens), Silica (Absorbens), Mangifera indica (Mangokernöl) (Emolliens), Glycine soja (Sojaöl) (Emolliens/Hautpflegemittel), Parfum, Phenoxyethanol (Konservierungsmittel), Benzyl Benzoate (Lösungsmittel), Ricinus communis (Rizinusöl) (Emolliens), Hexyl Cinnamal (Duftstoffkomponente), Prunus dulcis (süßes Mandelöl) (Emolliens), Tocopherol (Antioxidans), Butyl Methoxydibenzoylmethane (Avobenzon) (Lichtschutzfilter), Linalool (Duftstoffkomponente), Amyl Cinnamal (Duftstoffkomponente), Limonene (Duftstoffkomponente), Capsicum frutescens (Cayennepfeffer-Extrakt) (natürlicher Zusatz), Citral (Duftstoffkomponente), Eugenol (Duftstoffkomponente), Rosmarinus officinalis (Rosmarin-Extrakt) (natürlicher Zusatz), Amylcinnamyl Alcohol (Duftstoffkomponente), Benzyl Alcohol (Konservierungsmittel), Methyl 2-Octynoate (Duftstoffkomponente), Propylparaben (Konservierungsmittel), Anisyl Alcohol (Duftstoffkomponente), Farnesol (Duftstoffkomponente), Geraniol (Duftstoffkomponente), CI 77891 (Farbstoff), CI 19140 (Farbstoff.

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Aber zunächst zurück in die Drogerie: Hier findet ihr das Lemongras-Peeling, das mittlerweile ein Redesign hinter sich hat – meine Packung ist schon älter, wundert euch deshalb bitte nicht. Auch hier haben wir eine feste Konsistenz, ähnlich die von M. Asam – allerdings arbeitet dieses Peeling mit Salz und nicht mit Zucker. Wie ihr wisst, schwöre ich auf Totes Meer Salz – ich habe damit meine Neurodermitis super in den Griff bekommen. Überdies enthält das Produkt Oliven-, Jojoba- und Sonnenblumenöl sowie Koffein, was die Geschmeidigkeit der Haut verbessern soll. Urea, Zink und Magnesium schützen sensible Haut. Kleines Manko: Der allergisierende Duftstoff Linalool ist enthalten, steht aber fast an letzter Stelle der INCIs. Ansonsten ist das Peeling toll formuliert. Steht das Produkt länger, kann es passieren, dass sich das Öl oben absetzt und das Salz nach unten sickert – das sieht zwar optisch nicht so schön aus, da es dann keine homogene Masse mehr ist, lässt sich aber durch Umrühren ganz einfach beheben. Und der Qualität tut es sowieso keinen Abbruch!

Zu guter Letzt zeige ich euch noch das Mango Scrub von The Body Shop, das es in vielen verschiedenen Duftrichtungen gibt. Sicher kennt ihr die große Auswahl bei TBS – von Erdbeere über Magnolie bis hin zu Schokolade ist für jeden Geschmack etwas dabei. Dieses Peeling ist ebenfalls recht pastös und peelt mit Zucker, allerdings mag ich die Konsistenz von M. Asam irgendwie lieber. Ich habe einfach das Gefühl, ich kann jenes gleichmäßiger verteilen und somit gründlicher peelen. Leider enthält das Peeling von TBS auch die ganze Palette an reizenden Duftstoffen, was mir persönlich selbst für ein abspülbares Produkt too much ist. Im Tiegel schnuppert das Scrub noch lecker nach fruchtiger Mango, dieser Duft verfliegt beim Duschen aber rasch. Schade, wenn man fünf Euro dafür bezahlt hat!

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Nun wollte ich euch noch zeigen, wie sich die einzelnen Konsistenzen der gezeigten Peelings voneinander unterscheiden. Das Balea Peeling in der Tube erinnert an ein Duschgel und enthält eine ausreichende Menge an Schleifpartikeln, die schön abgerundet sind und nicht zu abrasiv wirken. Das gleiche gilt im Prinzip auch für Treaclemoon, wobei mir hier defintiv zu wenig Körner vorhanden sind. Ganz fein sind die Partikelchen bei Jeanne en Provence – hier kommen Sand und gemahlene Aprikosenkerne zum Einsatz. Da es eine recht flüssige Textur aufweist, muss man aufpassen, dass einem bei der Entnahme unter der Dusche nicht alles durch die Finger flutscht. Das Gegenteil hiervon ist das TBS Mango Scrub, das Festeste in der Runde. Meine Meinung nach lässt sich jenes allerdings nicht so schön verreiben und ich bevorzuge daher die Peelings von M. Asam. Hier spürt und sieht man die Peeling-Wirkung am allerbesten und mir sagt der Duft sehr zu. Sucht ihr eine günstige Alternative dazu und mögt Totes Meer Salz, dann seid ihr beim Balea Lemongras-Peeling an der richtigen Adresse. Hier kann man getrost sagen: Ein gutes und günstiges Produkt aus der Drogerie!

In Bezug auf die Hautverträglichkeit muss ich leider sagen, dass keines der hier gezeigten Peelings komplett reizarm ist. Einige enthalten Alkohol und in jedem steckt mindestens ein reizender Duftstoff. Aber wie immer gilt: Jeder muss für sich selber entscheiden, was er an seine Haut lässt und was nicht – ich bin bei abwaschbaren Produkten für den Körper nicht ganz so kleinlich und benutze daher alle hier gezeigten Peelings, bis sie leer sind.

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Welches Peeling steht bei euch zu Hause unter der Dusche? Vielleicht auch ein 2-in-1-Produkt oder doch eher ein Pastöses im Tiegel?

Eure Marie

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10 Kommentare
  1. Samy
    Samy says:

    Habe das Balea Totes Meer Salz Öl-Peeling Lemongras Duft ebenfalls ausprobiert, aber bei mir hat es immer ein klein wenig gebrannt und deswegen werde ich es nicht nachkaufen. Es war ein mega kribbelendes Brennen, aber ich bin gerade an den Beinen ziemlich empfindlich, dort hats besonders gebrannt, auch nach dem Abduschen noch.
    Schade, denn der Duft war atemberaubend toll *_*

    XO Samy

    Antworten
  2. Sandy
    Sandy says:

    Mir gefällt das Balea Totes Meer Salz Peeling auch total gut – ein sehr interessanter Vergleich! Treaclemoon hatte mich nicht ganz so umgehauen und M. Asam gehört auch zu meinen absoluten Favoriten. Danke für die schönen Bilder und den hilfreichen Text!

    Antworten
  3. Malina
    Malina says:

    Mein absoluter Favorit ist das Totes Meersalz-Peeling. Hatte jahrelang kleine Pickelchen an den Oberarmen, dank des Peelings sind die jetzt komplett verschwunden. Und die Duschpeelings von Balea sind von den Düften wirklich große Klasse, allerdings scheuern sie mir ein wenig zu wenig.

    Liebe Grüße, Malina

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  2. […] Dusch Peeling Orange&Minze (1,45 Euro) | Habt ihr schon den Beitrag zu meinen liebsten Peelings entdeckt? Hier schneidet das Balea Scrub ziemlich gut ab, da es Duschgel und Peeling in einem ist. […]

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