Pinsel reinigen – meine Routine

Vor einiger Zeit hatte ich auf Instagram ein Bild meiner frisch gewaschenen Pinselchen hochgeladen und wurde daraufhin von einigen gebeten, doch einmal einen Blogpost zur Pinselreinigung zur verfassen. Und tadaa – hier kommt er! Welche Reinigungsprodukte und Tools verwende ich? Wie oft wasche ich sie? Und wie gehe ich dabei vor? All das möchte ich euch heute zeigen. Folgt mir unauffällig ins Badezimmer!

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Wie häufig?

An der Frage, wie oft man seine Brushes reinigen sollte, scheiden sich ein bisschen die Geister. Ich kenne Leute, die sie nach jeder (!) Benutzung gründlich waschen, andere desinfizieren sie lediglich zwischendurch hin und wieder. Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie oft ihr euch damit schminkt – wer nur wochenends mit einem Pinsel ein wenig Puder auflegt, muss natürlich seltener reinigen als Beautyjunkies wie ich, die im Durchschnitt zehn Pinsel für ein Tages-Make Up verwenden.

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Ich persönlich fahre gut damit, meine Pinsel einmal pro Woche zu reinigen – bei mir ist in der Regel montags Waschtag. :-) Mittlerweile ist es eine richtige Routine geworden und gehört einfach dazu, ich kann das Genörgel immer nicht so ganz verstehen, wenn alle über die fürchterliche Pinselreinigung schimpfen. Wer sich gerne mit Beauty beschäftigt, für den gehört das meines Erachtens zu diesem Hobby eben einfach dazu. Denn es fühlt sich nicht nur toll an, wenn man frisch gewaschene Pinsel in der Hand hält, sondern es ist auch aus hygienischer Sicht notwendig.

Mit jeder Benutzung sammeln sich Bakterien auf den feinen Härchen, die besonders bei flüssigen oder cremigen Konsistenzen einen tollen Nährboden finden – sei es Cremeblush, Foundation, Concealer oder cremiger Lidschatten. Und genau verteilt man sich immer und immer wieder auf dem Gesicht – kein Wunder, wenn dannUnreinheiten entstehen und Pickelchen sprießen. Glaubt mir – saubere Pinsel verändern das Hautbild zum Positiven hin!

Reingigen und desinfizieren

Kommen wir also zum Reinigungsritual selbst. Zunächst zeige ich euch, was ich alles dazu benötige.

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Gute Erfahrungen habe ich mit den Shampoos und Waschgelen von Babylove gemacht, von denen ich immer mal wieder verschiedene nachkaufe. Außerdem mag ich die Dalli Kernseife, die es für ein paar Cent in jedem Drogeriemarkt gibt. Eine extra Pinselseife für viel Geld ist in meinen Augen nicht unbedingt nötig, ich besitze zwar auch eine, aber die günstige Variante tut es genau so. Unter fließendem, warmem Wasser befeuchte ich zunächst den Pinsel, nehme dann in kreisenden Bewegungen etwas Seife auf und reinige die Pinselköpfe mit dem entstehenden Schaum.

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Bei Rossmann habe ich mir außerdem vor kurzem das Pinselreinigungspad für knapp vier Euro geholt. Jenes verwende ich am liebsten in Kombination mit flüssigen Produkten wie dem Waschgel, ich gebe einen Pumpstoß darauf und fahre mit dem nassen Pinsel darüber, sodass das Produkt schön aufschäumt. Das Pad ermöglicht eine grobe und eine feine Reinigung, außerdem kann man die Pinsel unten an den kreisförmigen Auslassungen in Form bringen – das habe ich ehrlich gesagt noch nie gemacht. Das Schöne an diesem Verfahren: Man kann sicher sein, dass alle Brushes gründlich sauber werden, ohne mit den Händen in den Haaren herumzuwurschteln.

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Sind sie gewaschen, desinfiziere ich meine Kosmetikpinsel noch. Dazu besprühe ich sie mit dem Barbara Hofmann Desinfektions-Spray, was sich im Übrigen auch für eine schnelle Reinigung zwischendurch eignet. Man benötigt nur wenige Sprühstöße, daher ist das Spray wirklich ergiebig und hält sehr lange. So kann ich sicher sein, dass meine Babys tiefenrein sind und kann sie mit gutem Gewissen in mein Gesicht lassen.

Trocknen

Pitschnass sind die Pinselchen, wenn sie meine Reinigungsroutine über sich haben ergehen lassen.

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Sicher habe ich sie schon vorsichtig ausgedrückt, dass sie nicht mehr triefen, dennoch müssen sie nun eine ganze Zeit lang trocknen. Ich föhne meine Pinsel nie, sondern lasse sie immer auf einem Handtuch auf dem Fußboden trocknen. Da wir im Bad eine Fußbodenheizung haben, können sie so langsam und sanft trocknen – bisher bin ich sehr gut damit gefahren. Manche hängen sie auch mit Hilfe von Zopfgummis an Handtuchhalter-Heizungen – das ist mir bei meinen vielen Pinseln allerdings viel zu viel Aufwand. Bisher hat (außer ein billiger von Ebelin, bei dem dieses Problem bekannt ist) noch keiner der Schätzchen Haare verloren, sich verformt oder sonst irgendeinen Schaden davongetragen. Ich kann nur davon abraten, die noch nassen Pinsel stehend zu trocknen, also noch im feuchten Zustand wieder zurück in ihren Behälter zu stellen. Das Wasser zieht nämlich über den Kopf in die Zwinge und den Stil, wodurch die Pinsel sich auflösen und kaputt gehen können.

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Das war’s schon! In 15 Minuten bringe ich das ganze Programm über die Bühne und meine Pinsel erstrahlen wieder in frischem Glanz. Einige von ihnen sind schon mehrere Jahre alt und die Markenvielfalt reicht von MAC über Zoeva bis hin zu Essence, RdL und Real Techniques.

Ich hoffe, mein Beitrag hat euch geholfen und auch hier schnappt euch bald wieder eure Tools zum Waschtag. :-)

Eure Marie

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