Wildpark Gersfeld (Rhön)

Herrliches Wetter lockte vergangenen Donnerstag Groß und Klein nach Draußen, und natürlich wollten auch meine Familie und ich den Feiertag an der frischen Luft verbringen. Kurzerhand entschieden wir uns dazu, den Wildpark Gersfeld in der schönen Rhön zu besuchen – meine Eindrücke unseres Ausflugs möchte ich heute gerne mit euch teilen!

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Von Freunden und Bekannten bekam ich oft den Tipp, dem hiesigen Wildpark einmal einen Besuch abzustatten. Der Park liegt ganz idyllisch in einem Wald und lässt sich prima zu Fuß und auch mit Kinderwagen erkunden. Entsprechend waren viele Familien unterwegs und die Anlage bekommt auch von mir definitiv das Prädikat „familienfreundlich“. Ein Spielplatz dort sorgt für Freude bei dem Kleinen, während sich die Großen nach dem Rundweg eine kühle Erfrischung am Kiosk gönnen können. Der Park sagt über sich selbst:

Entdecken Sie Gersfelds wilde Seite – Es erwartet Sie einer der anerkannt schönsten und natürlichsten Wildparks Deutschlands.

Unsere Rundwege, die zum größten Teil barrierefrei sind, führen Sie durch das idyllische Wiesental im Ehrengrund. Rundherum eingebettet in Nadel- und Mischwald hat die Stadt Gersfeld im Juli 1972 diesen Wildpark eröffnet. In den Gehegen entdecken Sie Rot-, Dam- und Rehwild, Sika-, Dybowski-, Muffel- und Schwarzwild, Steinböcke und Gämsen.

Unsere Tiere lassen sich von Ihnen als Gäste nicht in ihrem Tagesrhythmus stören. Im Gegenteil: Sie freuen sich auf eine Handvoll Futter, das Sie an speziellen Futterstellen an den Wegen erhalten. Ganz aus der Nähe können Sie Waschbären, Eichhörnchen, Kaninchen, Fasane, Pfauen, Rebhühner und Tauben beobachten.

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Wir statteten zunächst den Pfauen und Fasanen einen Besuch ab, die sich aber nicht sonderlich fotogen zeigen wollten. Dafür schlug der Pfau aber ein wundervolles Rad – immer wieder beeindruckend! Weiter ging es dann zu den dicken, großen Hängebauchschweinen, von denen ich persönlich ja zu gerne eins zu Hause hätte. :-)

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Die possierlichen Tierchen kamen auch gleich auf uns zu und schauten neugierig in die Kamera. Am Eingang des Parks kann man für wenig Geld Futter kaufen und dann den Tieren anbieten. An besagtem Donnerstag waren die meisten zwar nachmittags schon ziemlich satt, aber ich habe mir sagen lassen, wenn weniger los ist, kommen sie schon beim Geräusch der raschelnden Futtertüten angeflitzt.

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Die Wege des Parks sind wunderbar naturbelassen, überhaupt wirkt das ganze Gelände überhaupt nicht „gemacht“, im Gegenteil aber auch nicht verkommen. Ich würde sagen, es ist natürlich genug, als dass sich dort sämtliche Tierarten wohlfühlen, aber auch gepflegt genug, als dass man als Besucher gerne durchflaniert. Die ganze Zeit kreisen Vögel über uns, in allen Ecken zwitschert es, und hier und da huscht ein Eichhörnchen auf Futtersuche vorbei. Viele Tiere sind zahm – schließlich sind sie die menschlichen Besucher gewohnt. Über Futter oder frisches Gras freuen sich die meisten und fressen gerne aus der Hand beziehungsweise aus dem dafür vorgesehenen Trog.

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Was für eindrucksvolle Hörner, nicht wahr? Dieser Bock hatte definitiv Hunger und freute sich, dass meine Jungs eine handvoll Futter für ihn übrig hatten. Seine Kollegen machten es sich derweil in der Sonne gemütlich und genossen die warmen Temperaturen – so lässt es sich leben! Im Park gibt es zwei Rundwege: Einen großen sowie einen kleinen, wobei wir den kürzeren gewählt haben. Jener ließ sich auch super laufen und war für meine Jungs nicht zu lang oder zu anstrengend!

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Hier war jemand äußert gespannt, wer ihn da besucht – und zum Feiertag hatte er sich extra den Bart hübsch gemacht. :-) Doch längst nicht jeder war so öffentlichkeitsaffin. In manchen Gehegen konnten wir gar keine Tiere entdecken, was in diesem Sinne ja positiv ist: Jeder hat seine Rückzugsmöglichkeit und genug Platz, um ungestört für sich zu sein.

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Wildschweine! Als ich diesen Wegweise las, mussten wir uns natürlich sofort auf den Weg zum entsprechenden Bereich machen, wo sich das borstige Getier aufhalten sollte. In freier Wildbahn möchte ich einer solchen Wutz ehrlich gesagt nicht begegnen, aber hier war ich doch erstaunt, wie lieb die Schweinchen sind!

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Dieser Kollege wühlte ein bisschen mit der Schnauze im Matsch und trank schließlich einen kräftigen Schluck aus einer Pfütze. Ob’s geschmeckt hat…? Das Areal der Wildschweine ist wirklich groß und wir haben sicherlich nicht alle Tiere gesehen. Aber mich hat es sehr gefreut, eines mal so nahe anzuschauen!

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Mein Herzchen ging natürlich auf, als ich die Frischlinge entdeckte. Mein Gott, sind die süß! So klein und puzig… Ein Bächlein floss durch das große Wildschweingehege, an dem es sich die Kleinen sichtlich gut gehen ließen. Sie plantschten und tapsten mit ihren Füßen über die Steine, immer zu erkennen an den hellen Streifen auf ihrem Fell. Wie viele es genau waren, kann ich gar nicht sagen, da sie auf Hängen, hinter Bäumen und über die Wiese sausten und ich nicht dazu kam, alle zu zählen.

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Äußerst neugierig waren die Skiahirsche – hier könnt ihr sie hinter dem Grün erahnen. Einer von ihnen, der euch gleich zu Anfang des Beitrags mit seiner Stupsnase begrüßt hat, war ganz heiß auf ein paar Futterkrumen und freute sich sichtlich über unseren Besuch.

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Ein kleines Highlight für die Zwerge war die weiße Eule, die ganz gechillt auf dem Boden saß. Erst vor kurzem bekam einer der beiden nämlich eine Plüscheule geschenkt (sie hört auf den klangvollen Namen „Neele“), aber ein echtes Exemplar hatten sie bisher noch nicht gesehen. Wie die ihren Kopf drehen kann – die sieht ja alles, ohne sich zu bewegen!

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Am Ende des Rundwegs erwartete uns ein relativ großer See mit einigen Tieren um und auf ihm. Da wären zunächst die kleinen schwarzen Schäfchen, die sich am Ufer tummelten und frisches Gras fraßen. Sie sind ganz zahm und meine Jungs liebten es, durch ihr flauschiges Fell zu fahren. Nix da Schwarzes Schaf – das Kleine war der Star des Tages. :-)

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So manch einer träumt vom Haus am See, als Ente oder Gans geht dieser Traum ratz fatz in Erfüllung. Die meisten von ihnen schwammen aber im Wasser und wir konnte zu Genüge das „Köpfchen ins Wasser“-Spiel beobachten.

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Reinlichkeit muss sein – so manch einer putzte sich für die menschlichen Besucher extra heraus! :-) Nicht schlecht staunten wir aber, als wir die Höckergänse entdeckten. Was haben die denn auf dem Kopf?! Dieses Trio gackerte zudem ganz lustig im Chor und sie wackelten synchron mit ihren Hälsen.

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Zum Schluss ging es in den sehnlichst erwarteten Streichelzoo, wo eine Menge Ziegen darauf warteten, von den kleinen Gästen gekrault und gefüttert zu werden. Okay, ich als großer Gast ließ mir diese Gelegenheit auch nicht entgehen. :-P

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Wie ihr seht – auch im Tierreich wird gerne gekuschelt. Diese braune Ziege war stetig auf der Suche nach einem Partner zum Liebhaben, besonders das letzte Bild gefällt mir total gut. Alles in allem war der Besuch im Wildpark ein absoluter Erfolg, wir hatten traumhaftes Wetter, haben viele Tiere gesehen, einen Nachmittag an der frischen Luft verbracht und konnten sogar einige Bewohner streicheln, anfassen und füttern. Falls ihr also in der Rhön unterwegs seid und eine familienfreundliche Beschäftigung mit viel Grün und Natur sucht, seid ihr in Gersfeld richtig aufgehoben! Wir sagen: Danke für den schönen Tag.

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Gibt es solche Wildparks vielleicht auch bei euch in der Nähe und besucht ihr sie gerne? Welche der hier gezeigten Tiere mögt ihr am liebsten? Findet ihr wie ich die Schweinchen so niedlich? :-)

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Wildpark Gersfeld/Rhön
Öffnungszeiten:
April bis Oktober: 9 bis 18 Uhr
November bis März: 10 bis 16 Uhr
Eintritt:
Erwachsene 5 Euro, Jugendliche 3,50 Euro, Kinder 2,50 Euro
Kontakt:
www.wildpark-gersfeld.de
tourist-info@gersfeld.de

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